Neue Details zum AMD RS780 Chipsatz

AMD Vor mehr als einem Monat berichteten wir ausführlich über den kommenden AMD RS780 Chipsatz und listeten auch schon die unterschiedlichen Abkömmlinge tabelleraisch auf. Zur genauen Ausstattung des Chipsatzes konnten wir uns zu gegebenem Zeitpunkt aber noch nicht äußern, was wir dann heute - mit neuen Informationen im Gepäck - nachholen wollen.

Der RS780 wurde für Sockel AM2+ Prozessoren mit HyperTransport 3.0 hergestellt. Technisch kann er mit einer Hardwarebeschleunigung für die Wiedergabe von Videos in den Formaten VC-1 und H.246 glänzen. Weiter stattet AMD das künftige Topmodell mit einem Audio-Chip aus, der DisplayPort sowie eine DVI- und HDMI-Übertragung (inklusive HDCP-Signal) unterstützt. Darüber hinaus sind im Support für TV-Out VGA- und LVDS-Signale enthalten.

In der Northbridge des Chipsatzes befindet sich der integrierte Grafikchip, der über zwei unabhängige Display-Controller verfügt. Mittels des Features "Local Frame Buffer" können die Mainboardhersteller selbst bestimmen, wie viel Videospeicher verbaut wird und so zum einen die Leistung beeinflussen als auch einen wirklichen "Konkurrenzkampf" anfangen. Selbstverständlich verfügt der RS780 aber auch noch über einen separaten PCI-Express x16 Steckplatz, der bereits auf der zweiten PCI-Express Generation basiert. Zudem stehen weitere PCI-Express Lanes zur Verfügung, bei denen es abermals im Ermessen der Hersteller liegt, diese individuell umzusetzen.

Die Southbridge des RS780, namentlich SB700, bietet keine PCI-Express Lanes mehr - dies bleibt also allein der Northbridge vorbehalten -, dafür aber den ehrwürdigen PCI-Bus. Weiter schmückt sich die Southbridge mit stolzen zwölf USB-2.0-Ports sowie zwei USB-1.1-Ports. Um Massenspeicher an die Southbridge zu binden, stehen insgesamt sechs SATA2-Anschlüsse zur Verfügung, die jeweils die Raid-Modis 0, 1 und 10 unterstützen. Erstaunlicherweise findet aber auch ein von den Herstellern bereits aussortierter PATA-Port in der SB700 Verwendung. Hauptgrund ist sicherlich, dass damit AMDs HyperFlash Technologie - das Pendant zu Intel Turbo Memory - funktioniert, aber man kann den PATA-Port natürlich auch für die klassische Anbindung an Laufwerke nutzen.


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