NVIDIA stört sich an NGO-Treibern

NvidiaMit gestiegenen Marktanteilen und guten Quartalszahlen hat NVIDIA in der letzten Zeit positiv auf sich aufmerksam gemacht. Doch die finanzielle Position scheint mittlerweile so gut zu sein, dass man sich Streitigkeiten mit Websites, welche NVIDIA-Treiber zum Download anbieten, erlauben kann. In einem Schreiben an NGOHQ.com stellte NVIDIA vor einigen Tagen die Forderung auf, NGOHQ solle innerhalb von zwei Wochen sämtliche Downloadmöglichkeiten der NVIDIA-Treiber einstellen.

Da auch mehrere andere Seiten Downloads von NVIDIA anbieten, kann dies jedoch nicht das eigentliche Problem sein: Kritiker dieser Aktion sowie NGOHQ vermuten daher, dass NVIDIA etwas gegen die modifizierten Treiber hat, die dort angeboten werden. Mithilfe modifizierter Treiber ist es z. B. möglich, Notebook-Grafiken oder veraltete Grafikkarten mit aktuellen Treibern zu versorgen. Daher wurde der Verdacht erhoben, dass NVIDIA hier den Verkauf neuerer Produkte ankurbeln möchte.


Rechtlich ist NGOHQ für NVIDIA aber schwierig zu erreichen, da die Betreiber in Israel sitzen und die dortigen Urheberrechte den Vertrieb urheberrechtlich geschützter Software ohne kommerziellen Hintergrund erlauben. Außerdem drohten die Betreiber der Website bereits mit einer Gegenklage, mit der man gegen die Einschränkung der Pressfreiheit, Werbelügen und Verstöße gegen die Antitrust-Auflagen vorgehen wolle. Ein Imageschaden bleibt aber jetzt bereits kaum noch zu vermeiden, insbesondere da NGOHQ an den Ende des Briefes ein Zitat von AMD gestellt hat, nachdem "NGOHQ mit ihrer guten Arbeit für die Community weitermachen soll und ihre Treiber verbreiten und empfehlen soll".


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