Windows Vista SP1 Beta kommt nächste Woche

MicrosoftNoch letzte Woche berichteten wir, dass sich das erste Service-Pack (SP1) von Windows Vista auf 2008 verschiebt. "Verschiebt" deshalb, weil man insgeheim mit einer Fertigstellung in diesem Jahr rechnete. Ungeachtet dessen beginnen aber aller Voraussicht nach die ersten Beta-Tests früher als erwartet. So soll schon nächste Woche, wie Jo Foley, eine Vertraute des Redmonder Konzerns, von einem Microsoft-Mitarbeiter erfahren haben will, eine erste Beta des Service-Pack 1 erscheinen, was insofern überrascht, als dass bisher eine erste, lauffähige Beta für das dritte Quartal erwartet wurde. Die finale Version des Service-Pack 1 könnte nach unbestätigten Aussagen sogar schon im November dieses Jahres folgen.

Für die nun doch vorgezogene Fertigstellung des Service-Packs spricht der eingereichte Wunsch von Google beim Kartellamt, Microsoft weiterhin beobachten zu lassen. Mit einer baldigen Fertigstellung des SP1 würde sich Microsoft Luft verschaffen und die besondere Beobachtung wäre erst einmal wieder vom Tisch. Sowieso sehen die Richter kaum noch eine Notwendigkeit, ein besonders Auge auf Microsoft zu werfen bzw. dessen Entwicklungen am aktuellen Betriebssystem. Google und andere Dritthersteller werfen dem Redmonder Konzern aber immer noch eine Ausnutzung seines Monopolstatus`vor. Google stößt in diesem Zusammenhang besonders bitter auf, dass Microsoft bisweilen keine alternative Suche von Drittherstellern erlaubt - wie eben beispielsweise Google.

Des Weiteren spricht die neue Informationspolitik unter Führung von Steven Sinofskys für das rasche Erscheinen des ersten, großen Updates. Dieser pflegt es, keine leeren Versprechungen mehr abzugeben, sondern mit höchster Kontinuität intern hart zu arbeiten und dann mit dem Überraschungseffekt beim Kunden zu punkten. Doch die verschwiegene Informationspolitik der Redmonder kommt nicht bei allen gut an. Analysten sehen hier einen großen Knackpunkt: Viele Firmen warten auf das erste Service-Pack und haben ein gutes Recht, zu wissen, woran sie sind, so die Meinung.

Gegen die ungewöhnlich schnelle Einführung des SP1 spricht der Zeitabstand zwischen Juli (Beta) und November (Final), der im Normalfall nicht für die Entwicklung eines Service-Packs ausreicht. Bislang vergingen zwischen finalem Produkt und erstem Service-Pack gut und gerne neun bis zwölf Monate. Hier gilt es die kommende Woche abzuwarten, in der es, sofern der erste Beta-Test beginnt, sicherlich auch offizielle Statements seitens Microsoft geben wird.

Durch die mögliche, herangerückte Präsentation des Service-Packs wird in Foren und Unternehmenskreisen bereits munter darüber diskutiert, welche Neuerungen neben der Stopfung zahlreicher Sicherheitslücken das erste große Vista-Update mitbringen wird. Man erwartet vor allem eine gestiegene Performance beim Austausch von Daten (Kopiervorgängen). Ebenso soll mit dem SP1 das Herunterfahren von Windows beschleunigt werden. Mit an Bord wünscht man sich darüber hinaus die Unterstützung von ExFat, dem Windows eigenen Format für Flash-Speicher. Auch Verbesserungen im Zugriff auf Meeting Space und Remote-Verbindungen sind nicht auszuschließen. Freuen würde man sich unterdessen über die Integration von Windows Rally, der verbesserten Technologie zum Verbinden von Peripheriegeräten. Letztendlich bleibt abzuwarten, welche Vorschläge umgesetzt werden - die erste Beta wird sicher einige, der jetzt noch offenen Fragen, beantworten.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

7 Kommentare

7.) Fanta4 10.07.2007 - 18:40 Uhr
@Konkort:
arme Linuxuser:
weil der Standard sicher nicht offen ist, d.h. es ist nicht ohne weiteres möglich das Dateisystem in den Linuxkernel zu integrieren (bestes Beispiel NTFS --> läuft immer noch nicht einwandfrei wie unter Windows)

mfg
Fanta4
6.) Sennahos 10.07.2007 - 17:32 Uhr
...lol!? Linux/etc. kann so schnell so viele neuen Servicepacks bringen weils eben nen Haufen auch zu verbessern gibt, da gibts eben noch groß was zu tun, sonst wären die ganz woanders in der rangordnung... Microsoft hingegen, tja Microsoft eben, echt gut u. vor allem au schnell, sollte das pack tatsächlich da erscheinen. wär echt cool
5.) UltraXFX-92 10.07.2007 - 15:44 Uhr
Nehmen wir als Beispiel Linux.

Genauer gesagt Ubuntu, dort erscheint alle 6 Monate eine Version, welche auch !!!große!!! Änderungen beinhaltet. Dagegen kommt Windows nicht mal zu 25% ran. :lol:
4.) KonKorT 10.07.2007 - 15:11 Uhr
Du hast gut reden.

Ich finde es super, dass Microsoft die Welt an seiner Entwicklung für ein neues Service-Pack beteiligt - so werden viele Fehler vorab enttarnt. Außerdem kannst Du ja der News entnehmen, dass im Regelfall bisher neun bis zwölf Monate zwischen finaler Version und erstem Service-Pack entstehen. Insofern würde ich Microsoft keineswegs als lahm bezeichnen. Ich glaube, Du unterschätzt die Arbeit, die hinter so einem Betriebssystem steckt.
3.) UltraXFX-92 10.07.2007 - 14:20 Uhr
Microsoft sollte keine Beta herausbringen, sondern ein fertiges Service Pack.

Man sind die langsam.
2.) KonKorT 10.07.2007 - 12:11 Uhr
War doch klar, dass Microsoft wieder ein eigenes Format für Flash-Speicher in der Hinterhand hält.

Warum arme Linuxuser? Weil das SP1 von Vista jetzt wieder alle Aufmerksamkeit auf sich lenkt?
1.) Fanta4 10.07.2007 - 11:46 Uhr
Wer braucht ExFat??? Und sowieso --> arme Linuxuser :(

mfg
Fanta4