AMDs R600: Neue Details zur Architektur

AMDBei einem Interview mit Beyond3D gab AMDs Verantwortlicher für die R600-Architektur, Eric Demers, mehrere wichtige Details zur hauseigenen neuen Grafikkartengeneration preis. Dabei kamen Fakten ans Licht, welche bisher noch nicht bekannt waren und über die bis jetzt nicht einmal Gerüchte durchs Netz kursierten.

Demers sagte beispielsweise, dass man nVidia den High-End-Sektor nahezu absichtlich kampflos übergeben habe, da man den meisten Gewinn sowieso im Mainstream-Bereich mache. Sollten einige Enthusiasten dennoch auf eine AMD-Lösung bauen wollen, sollen diese auf ein CrossFire-System zurückgreifen, so Demers. Dies sei günstiger und schneller als vergleichbare Grafikchips der Konkurenz.

Außerdem wurde ein wenig über das Treiberproblem aufgeklärt. Es sei enorm schwierig, Windows Vista, Direct3D 10 und den R600 miteinander harmonisch in Einklang zu bringen. Deswegen kommt es auch immer noch zu einem enorm starken Leistungsabfall des R600 unter Qualitätseinstellungen, erklärte Demers. Mit dem baldig erscheinenden Treiber sollen die Leistungen bei aktiviertem Anti-Aliasing dreifach steigen.

Eine sehr interessante Neuigkeit ist auch, dass die Tesselation-Einheit des R600, die bereits ähnlich in der Xbox 360 eingesetzt wurde, in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen soll. Aufgrund des geringen Transistorverbrauchs kam man nicht um jenen Einbau herum.

Wir halten die neuen technischen Angaben zum R600 durchaus für plausibel. Ob AMD nVidia den High-End-Sektor dennoch freiwillig überlassen hat, ist mehr als fragwürdig. Gerade die ehemalige Chipschmiede ATI legte immer besonders großen Wert auf das Privileg der schnellsten Grafikkarte und brachte stets neue Modelle heraus, bei denen man es geschafft hatte, den Takt tatsächlich noch zu erhöhen. Wir sind gespannt, wie sich die Mainstreamkarten schlagen werden und hoffen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen.


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4 Kommentare

4.) Lumi25 21.06.2007 - 09:33 Uhr
Nach meiner Auffassung ist das Quatsch. Viele Gamer kaufen schon Grafikkarten die 250-300€ kosten doch das ist bei vielen Leuten auch die Grenze (wie bei mir). Ein Konkurrenzprodukt zur 8800GTS 320 MB würde sich daher nach meiner Auffassung schon lohnen.

Alles was über 300€ liegt rühre ich jedoch nicht an und ob Grafikkarten wie die 8800GTX oder 8800Ultra reißenden Absatz finden wage ich mal zu bezweifeln.

Hinzu kommt noch das AMD ja selber mit der HD2900XT eine High-End-Grafikkarte auf den Markt geworfen hat.

Daher denke ich schon, dass eine HD2600XT mit 256Bit und 45-70 Watt Verbrauch schon gut ankommen würde. Eine DirectX10-Grafikkarte mit einer Leistung der X1950XT und gesenktem Stromverbrauch wäre schon was. Das ganze dann für 200-230€ und die Karte wäre sofort in meinem Rechner.
3.) p.a.t.r.o.n 20.06.2007 - 00:32 Uhr
LOL guck mal das hier 32 Bit

http://www.alternate.de/html/product/details.html?articleId=157151
2.) mieze 20.06.2007 - 00:27 Uhr
aus dem selben grund wie nvidia - würde die preise anheben - ich finds auch nicht so dolle, aber was solls - ich hoff, dass die nächste generation mal etwas austockt - minimum 128bit (statt 64), normal 256 (statt 128) gut - high-end(512+)
wird langsam mal zeit...64bit sind meiner meinung nach einfach nicht mehr zeitgemäß
1.) p.a.t.r.o.n 20.06.2007 - 00:01 Uhr
Hoffen wir doch das es was bring

Aber warum machen die denn nicht 256 Bit rein sondern nur 128 Bit ???