AMD K10 und Intel Penryn Benchmarks

AMDMessebesuchern der Computex in Taipeh zeigen eine Reihe von Mainboard-Herstellern erste AMD Quad-Core Barcelona Systeme. Dass allein durch diese Tatsache auch erste, heimliche Benchmarks an die Öffentlichkeit getragen werden könnten, war absehbar. So dann auch gestern Mittag gesehen, als ein erster Vergleich zwischen Intels aktueller Architektur gegen die kommende AMD K10-Architektur aufgestellt wurde. Das Duell soll auf neutralem Boden und von neutralen Personen durchgeführt worden sein.

Die Kollegen von Dailytech berichten, dass ein AMD Barcelona Vorserien-Modell, das mit lediglich 1.6 GHz getaktet wurde, im Cinebench den bekannten Rendertest in 27 Sekunden berechnet hätte. Als Vergleich nahm man einen Intel Xeon 3220, welcher mit 2.4 GHz jedoch 50 Prozent höher taktete. Durch eine Ausführungszeit von gerade einmal 17 Sekunden war er allerdings 58 Prozent schneller. Der Cinebench lässt zwar noch keineswegs auf andere Applikationen schlussfolgern, jedoch müsste AMD den Barcelona zumindest im Cinebench mindestens gleichhoch takten wie den Conroe bzw. hier Woodcrest, um gegen die starke Intel Core-Mikroarchitektur mithalten zu können.

Stützen wir uns auf das aktuelle Intel Portfolio, so ist der Core 2 Extreme (Q)X6800 noch die CPU, die mit 2.93 GHz, die höchste Taktfrequenz aufweist. Aussagen der Hersteller, der dort getestete Barcelona liefe mit nicht mehr als 2.0 GHz lassen aufschrecken. Schon gestern berichteten wir davon, dass AMDs Vorserienmodelle nur 2.3 GHz schafften und dies viel zu wenig sei, um gegen Intel antreten zu können. Nun ist aber noch nicht aller Ende Abend und die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf eine Applikation. Hier muss man weitere Benchmarks abwarten.

Im Gegenzug hat Intel selbst heute ebenfalls nachgelegt und weitere Penryn-Benchmarks preisgegeben. Als Vergleichsbench diente auch hier der Cinebench 10. Laut diesem erreichte ein Core 2 Extreme QX6800 10.408 Punkte, während ein Quad-Core Penryn, der mit 3.33 GHz pro Kern angesprochen wurde, auf 12.881 Punkte kam. Das entspricht einer knapp 25 Prozent höheren Performance bei ca. 15 Prozent höherem Takt, womit sich einmal mehr das Verhältnis bestätigt, dass Penryn je nach Anwendung 5- bis 20 Prozent schneller ist als sein Vorgänger (Kentsfield).

Besonders stolz war Intel auf sein V8 Penryn-System, das aus zwei Penryn-CPUs bestand, und dementsprechend insgesamt acht Kerne auf die Waagschale legen konnte. Die Kerne waren dabei jeweils mit 3.00 GHz getaktet und erreichten eine Score von beeindruckenden 22.936 Punkten. Ob es im Zuge der Computex weitere, K10 und Penryn Benchmarks geben wird, oder beide Hersteller schon ihr Schießpulver verschossen haben, bleibt abzuwarten. Wir werden Sie in dieser Angelegenheit auf jedenfall auf dem Laufenden halten.


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