DDR2: Letzte Chance zuzuschlagen

RamZu Beginn des letzten Monats berichteten wir davon, dass die Arbeitsspeicherpreise im freiem Flug wären und man unbedingt zuschlagen sollte, sofern man mit dem Gedanken spiele, sein System mit neuem Speicher auszustatten. Für viele unerwartet, kletterte auch in den darauffolgenden Tagen der Preis weiter nach unten, so dass die "Bestmarke" zwischen Mitte und Ende Mai, als es ein 512 MiB DDR2 800 Modul für unter 15 Euro zu kaufen gab, aufgestellt wurde. Viele spekulieren immer noch darauf, dass die Preise weiter fallen, jedoch sind sich die Marktexperten sicher: Der Preis wird wieder steigen, und zwar schneller als uns lieb ist. Eine erste Trendwende ist schon zu spüren, wie Thorsten Wronski, Vorstand von Memphis Electronic, einem Spezialdistributor für Speicher-ICs, konstatiert:

"Die Preise für DDR2-Speicher sind auf einem historischen Tiefstand, jetzt ist der Zeitpunkt zur Trend-Umkehr gekommen. Eine Preiserhöhung um 10 Prozent gab es schon. Das hört sich noch wenig an, doch angesichts der Tatsache, dass die aktuellen Preise weit unter den Herstellungskosten liegen, ist dies erst der Anfang. Wir sind jetzt auf die Juni-Preise gespannt. Eine Verdopplung der Preise innerhalb der nächsten Monate würde mich nicht verwundern. Der erwartete Vista-Boom und der damit verbundene Bedarf an DRAM-Speichern blieb aus, und die Hersteller saßen Anfang des Jahres mit vollen Lagern aber wenigen Aufträgen da. Dadurch setzte eine Preisspirale nach unten ein, die nun ihren Tiefpunkt erreicht hat."

Angesichts dieser Tatsachen kann unsere Redaktion nur jedem ans Herz legen, jetzt DDR2 Speicher zu kaufen. In vermutlich schon vier bis sechs Wochen wird es zu Lieferverzögerungen kommen, die in einem massiven Preisanstieg von DDR2 enden. Dass uns überdies im weiteren Verlauf des Jahres ein ähnlicher Preissturz bevorsteht, ist mehr als unwahrscheinlich. Wie Herr Wronski schon richtig erläuterte, ist der radikale Preisverfall beim DDR2 Speicher primär auf den nicht eingetretenen Vista-Speicher-Boom zurückzuführen. Hätte dieser wie erwartet gegriffen, wäre es den Herstellern niemals in den Sinn gekommen, die Preise zu senken.


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