Intel P35: Asus versus Gigabyte

IntelUnd wieder einmal wird eine neue Runde für die Mainboardbauer eingeläutet. Abit, Asus, Foxconn, Gigabyte, MSI und der Macher Intel selbst, laden zum allbekanntlichen Einführen ihrer neuen Platinen ein. Grund: Im Juli wird Intel die E6x50 Serie vorstellen sowie zum Anfang nächsten Jahres die Penryn-Generation. Auf Basis des Mittelklassechipsatzes P35 haben bereits zwei Hersteller, namentlich Asus und Gigabyte, ihre Modelle vorgeführt bzw. in den Online-Shops zum Verkauf bereitgestellt, wie wir bereits vor gut einer Woche berichteten.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis man erste Haare in der Suppe fände. So verwundert es nicht, dass aus Asien die Hiobsbotschaft für viele Asus-Jünger eintrifft, dass angeblich dessen Board, das Asus P5K3 Deluxe WiFi, exorbitant hohe Temperaturen erzeuge. Die Kollegen von HKEPC raten nahezu von einer Inbetriebnahme ab. Gemessene Temperaturen von über 70°c an der Northbridge sowie bis zu 141°c an den MOSFETS geben zurecht Rätsel auf und lassen nach Erklärungen suchen. Vor allen Dingen, wenn man den Vergleich zum weitaus günstigeren Gigabyte-Board wagt, das nicht auf eine ohrenfreundliche Heatpipe-Lösung setzt, sondern auf einen klassischen Kühlkörper. Es erreicht an selben Messstationen je 42°c (Northbridge) bzw. 93°c (MOSFETS).

Asus P5K3 Deluxe Wii

Ist Asus zu weit gegangen, haben sie eine geräuscharme Umgebung einem stabilen Betrieb vorgezogen? Ohne das Board vor der Nase liegen zu haben, mögen wir trotzdem die Prognose aufstellen, dass Asus gewiss das Kühlsystem seines neusten Boliden sehr gut durchdacht hat, zumal man immer gerne die Overclocking-Gemeinschaft anwirbt. Wie sollte das in Anbetracht von Temperaturen, die zu Systemabstürzen führen, möglich sein?

Wir wollen unseren asiatischen Kollegen von HKEPC keinesfalls unterstellen, dass sie schlampig gemessen hätten, vielmehr glauben wir, dass ihnen ein defektes Board vorlag. Erfahrungsberichte der Käufer werden sicherlich alsbald Licht ins Dunkel führen. Wir sind gespannt, gehen jedoch stark davon aus, dass es sich nur um einen "dummen" Zufall handelte.


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