K10 wird unterm Weihnachtsbaum liegen

AMDBerichteten wir vor zwei Tagen noch davon, dass AMD erstmals der Öffentlichkeit ein K10 Quad-Core System demonstriert hat, gibt es heute handfeste Informationen über die Einführung des Chips. Fest steht, dass AMD die K10 Reihe mit dem Serverprozessor Barcelona im zweiten Quartal begrüßen wird. Viel interessanter sind für den Endkunden jedoch die K10 Desktop-Prozessoren, die ja bekanntlich unter gewissen Einschränkungen selbst mit aktuellen Sockel AM2 Mainboards lauffähig sein werden. Offiziell war von AMD nichts zu hören; unbestätigte Roadmaps gingen immer wieder vom dritten Quartal aus, das die Monate Juli bis September einschließt.

Das erste offizielle Statement folgte heute von Robert Rivet, seines Zeichens Vizepräsident bei AMD, der Gewissheit dafür gab, dass pünktlich zum Weihnachtsgeschäft K10 Desktop-Prozessoren gekauft werden können. Er schloss eine frühere Einführung nicht aus - also dürfen wir weiter hoffen, womöglich schon die Desktop-Varianten im Herbst begutachten zu können -, hingegen bekräftigte er, dass die Desktop-Prozessoren aber definitv erst nach den Server-Prozessoren (Barcelona) erscheinen würden.

Während auf Events prunkvoll neue Informationen preisgegeben werden, kriselt es intern nach den äußerst schlechten Ergebnissen. Folge ist ein erster Stellenabbau, den AMD laut Interviews unbedingt vermeiden wollte. Angeblich sind seit Beginn des Jahres immer schleichend Mitarbeiter entlassen worden, rund 400 Mitarbeiter sollen bisher den Job verloren haben. Noch weitere 430 sind geplant. Aus deutscher Sicht kann man aufatmen, dass alle Entlassungen in den USA stattgefunden haben, dennoch zeigt es die prekäre Lage, in dem sich das Unternehmen zurzeit befindet.


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