8800 Ultra: Hersteller übertakten munter

NvidiaWäre nVidia nicht in der vollzüglichen Lage, links, rechts, vorne und hinten keinen Gegner zu haben, hätten einige bei der 8800 Ultra aufschreien müssen. Galten bis kurz vor Launch Taktraten von 650/2160 MHz als relativ sicher, hat nVidia kurzfristig - als erste R600 Benchmarks aufgetaucht sind - den Chiptakt auf 612 MHz heruntergedrosselt. Doch nicht der Hauch einer Kritik entstand. Warum auch, schließlich hat man sowieso seinen ellenlangen Vorsprung nun noch einmal ein kleines Stück ausgeweitet, kann man da Ansprüche stellen? Der Kunde hat sie nicht gestellt, war wohl so schon von der Leistung der 8800 Ultra überwältigt. Die nVidia-Partner waren hingegen von der kurzfristigen Umdisponierung nicht allzu guter Dinge und liefern auch prompt die Antwort - von haus aus übertaktete Varianten.

Schnellste Karte - MSI GeForce 8800 Ultra

Als die GeForce 8800 Ultra noch nicht einen Tag alt war, kündigte schon nVidia-Partner Sparkle an, eine auf 650/2250 MHz getaktete 8800 Ultra ins Portfolio zu nehmen. Andere Hersteller folgten die Tage darauf. Mittlerweile hat XFX eine 8800 Ultra 650M mit 650/2220 MHz anzubieten sowie EVGA eine KO-Edition mit 636/2250 MHz und eine Superclocked-Edition mit stolzen 655/2250 MHz. Als Träger der schnellsten Karte darf sich (ausnahmsweise) MSI fühlen, die so mutig waren, eine 8800 Ultra mit satten 660/2300 MHz ins Feld zu schicken. Ob MSI von nVidia selektierte Chips ausgehändigt bekommen hat oder man sich einfach waagemutig ins Risiko stürzt, ist nicht bekannt.

Bezüglich der Verfügbarkeit kann man nVidia nur ein hervorragendes Urteil ausstellen, denn zwar konnte man während des Launchtages noch nicht mit ersten Karten dienen, jedoch am Folgetag. Der Preis der Karte hat sich bei um die 700 Euro eingependelt; günstigste 8800 Ultra, die zugleich verfügbar ist, ist die XFX 8800 Ultra 612M, für die 643 Euro verlangt werden. Wie schon vor ein paar Tagen angekündigt, rechnet man damit, dass nVidia in den nächsten Wochen die Preise nach unten korrigiert und eine 8800 Ultra dann für unter 600 Euro den Weg in die heimischen Gefilden findet.


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