Wie Nvidia gestern Abend auf der firmeneigenen Internetpräsenz bekannt gab, erwartet man für das zweite Quartal dieses Jahres einen deutlichen Umsatzrückgang. Das zweite Quartal endet für Nvidia am 1. August. Eine Telefonkonferenz sowie die damit zusammenhängende genaue Bekanntgabe der Zahlen wird man am 12. August abhalten.
Am 13. Mai noch rechnete Nvidia mit einem Umsatz von 950 bis 970 Millionen US-Dollar und damit nur unwesentlich weniger als die eine Milliarde US-Dollar im ersten Quartal, was dem üblichen, saisonal bedingten Rückgang entspricht. Nun jedoch korrigierte man die Erwartungen um beinahe weitere 20 Prozent herab. Als Gründe nennt Nvidia:
The revenue shortfall occurred primarily in the consumer GPU business, resulting from increased memory costs and economic weakness in Europe and China. The increased solution cost of discrete GPUs led to a greater-than-expected shift to lower-priced GPUs and PCs with integrated graphics.
Demnach seien vor allem steigende Preise für Speicher sowie die wirtschaftlich schlechte Lage in Europa und China maßgeblich ausschlaggebend für den unerwartet niedrigen Umsatz. Zudem sollen die Konsumenten vermehrt auf günstige Grafik-Prozessoren setzen, wenn nicht gar auf integrierte Grafikeinheiten.
Nvidia führt jedoch nicht weiter aus, dass man genau in den genannten Bereichen aktuell kaum beziehungsweise keine konkurrenzfähigen Produkte am Markt hat. Während AMD mit der HD 5000-Generation bereits seit über sechs Monaten ein komplettes Lineup am Markt und den Margen-reichen Bereich von 100 bis 200 Euro gar noch länger mit DirectX 11-Beschleunigern besetzt hat, konnte Nvidia hier erst vor kurzem mit der GTX 460 punkten. Den Bereich von unter 150 versorgt man allerdings immer noch nicht. Hier werden erst GTS 450 und co. Abhilfe schaffen können.
Auch den Bereich der integrierten Grafikeinheiten kann man nur noch bedingt abdecken, da sich Nvidia in den letzten Monaten immer stärker aus dem Chipsatzmarkt zurückgezogen hat. Die Produktion von Chipsätzen für AMD-basierte Systeme wurde unrentabel und für Intel-Plattformen fehlen schlichtweg neue Lizenzen.
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