Nvidia hat in den letzten Tagen über seine hauseigene Internetpräsenz ein neues Modell mehr oder minder vorgestellt. Es handelt sich um die so genannte Geforce GTX 285M, die damit ab sofort Nvidias High-End-Lösung im mobilen Segment darstellt.
Die Geforce GTX 285M basiert genauso wie der Vorgänger Geforce GTX 280M irritierenderweise auf dem G92-Chip, den Nvidia Ende 2007 auf der Geforce 8800 GT debütieren ließ. Zwar wird der Chip inzwischen in 55 statt 65 Nanometer breiten Strukturen gefertigt, dennoch bietet er weiter nur 128 Shader-, 64 Textur- und 16 Rastereinheiten bei einem 256 Bit breitem GDDR3-Speicherinterface.
Gegenüber der Geforce GTX 280M besitzt die Geforce GTX 285M lediglich geringfügig höhere Taktraten an Shader und Speicher, der Chiptakt ist gar leicht gefallen. Sie läuft konkret mit 576/1500/1020 statt 585/1463/950 MHz und bietet somit 2,5 Prozent mehr Shaderleistung, 7 Prozent mehr Speicherbandbreite und knapp 1,5 Prozent weniger Textur- und Rasterleistung.
Angesichts dieser marginalen Taktveränderungen, zu denen noch hinzukommt, dass sie in der Mobil-Sparte gar nicht festgesetzt sind, sondern in den Händen der Notebook-Hersteller liegen, stellt sich die Frage, warum Nvidia die Geforce GTX 285M überhaupt vorgestellt hat. Es bleibt der Verdacht, dass es ein reiner Marketing-Effekt auf ATIs neue, klar überlegene, DirectX 11-fähige Mobil-Reihe ist.
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