Während Nvidia die potentiellen Kunden mit Informationsschnipseln zum kommenden GF100, der offensichtlich noch einige Zeit auf sich warten lässt, versorgt, verschlechtert sich gleichzeitig die Verfügbarkeit der GTX 200-Karten zusehends. Schon im Herbst letzten Jahres hatte sich angedeutet, dass Nvidia die Bestellungen und Lieferungen seiner GT200-Chips reduziert hat, dass man aber vor Einführung einer neuen Serie die alte schon derart zurückfährt, ist bedenklich und deutet auf Probleme hin.
Betrachtet man die Lieferbarkeit der Karten anhand des Händlers Alternate, dann sieht man, dass von allen GTX 200-Karten nur noch drei überhaupt lieferbar sind. Bei den anderen ist der Lieferstatus unbekannt. Auch stichprobenartige Klicks bei Geizhals ergeben ein ähnliches Bild.
Damit spielt Nvidia dem Konkurrenten ATI bzw. AMD gleich doppelt in die Hände, denn einerseits haben viele inzwischen das lange Warten auf die neue Generation satt, andererseits stehen nun offensichtlich nicht einmal mehr aus der aktuellen Generation Alternativen von Seiten Nvidias zur Verfügung. Dies ist wohl auch einer der Gründe, warum die Preise der ATI-Karten nicht sinken.
Normalerweise wird die alte Generation dann zurückgefahren, wenn ein Hersteller auf neue Produkte umstellt. Hier scheint etwas anderes der Grund zu sein, denn der GF100 lässt noch mindestens bis März auf sich warten, von einer breiten Verfügbarkeit ganz abgesehen.
Einer der Gründe für das Zurückfahren der GT200-Produktion könnte sein, dass die alten Karten für Nvidia nicht mehr profitabel genug waren. Es wurde zeitweise sogar spekuliert, ob Nvidia oder deren Boardpartner gerade mit den billigeren Ablegern der Serie wie die GTX 260 überhaupt noch Gewinne machen können.
Ein anderer Grund könnte sein, dass Nvidia die Probleme, die sich mit dem GF100 ergeben haben, schlicht unterschätzt hat und von einer früheren Markteinführung ausgegangen war.
| Anzeige |
| Anzeige |
![]() |