Bereits das ein oder andere Mal haben wir uns an dieser Stelle den Preisen von Arbeitsspeicher gewidmet. Noch vor rund einem Monat berichteten wir, dass DDR2 täglich zu neuen Tiefständen ansetzt. Nachdem der Speicherpreis kurzzeitig wieder anzog, befindet er sich jetzt wieder auf einem immer noch kümmerlich niedrigem Niveau.
Und wie schaut es mit DDR3-Speicher aus? Zu Beginn musste man horrende Preise in Kauf nehmen, noch im Mai vergangenen Jahres waren für einen 512-MiB-Riegel mit DDR3-1066-Geschwindigkeit 89 Euro fällig. Weniger als ein Jahr später bekam man für denselben Preis bereits die vierfache Menge an Speicher geboten.
Angesichts der Einführung der Intel-Core-i7-Prozessoren sowie der bald bevorstehenden Sockel-AM3-Prozessoren zum Februar kommenden Jahres wird DDR3 zunehmend interessant. Man kann sich der neuen Speichertechnologie beim Kauf eines neuen Systems nicht mehr verschließen.
Die fortfolgende Tabelle stellt die jeweils günstigsten DDR2-Speicherpreise bei genannter Speicherausstattung und -geschwindigkeit dar. Ermittelt wurden die Ergebnisse beim Preisvergleichsdienst Geizhals.at/deutschland am 29.12.2008, 17 Uhr:
| . | DDR2-667 | DDR2-800 | DDR2-1066 |
|---|---|---|---|
| 512 MiB | 4,56 EUR | 4,30 EUR | 10,63 EUR |
| 1024 MiB | 6,12 EUR | 6,55 EUR | 13,00 EUR |
| 2048 MiB | 12,22 EUR | 12,29 EUR | 21,63 EUR |
| 4096 MiB | 26,58 EUR | 24,83 EUR | 43,78 EUR |
An der prinzipiellen Situation hat sich nichts geändert. Es ist weiterhin am Empfehlenswertesten DDR2-800-Speicher zu kaufen, da dieser oftmals sogar ein Stück günstiger ist als DDR2 667, theoretisch aber bis zu 20 Prozent mehr Speicherperformance zur Verfügung stellt. Weiter eher uninteressant ist der Kauf von DDR2-1066-Speicher, der fast doppelt so teuer wie DDR2-667- und 800-Speicher ist, dabei aber ebenfalls nur einen geringen Mehrwehrt verschafft, wie unser Artikel DDR2-Skalierung auf Intel Core 2 Aufschluss gab.
Gegenüber unserem letzten Preischeck am 25. November sind alle Preise ausnahmslos noch einmal um ein paar weitere Prozentpunkte gefallen. Die Situation aus Sicht der Speicherhersteller hat sich damit nicht entschärft.
Beim Betrachten der DDR3-Module wollen wir uns auf die Speichergeschwindigkeiten DDR3-1066, DDR3-1333 und DDR3-1600 beschränken, dennoch darauf hinweisen, dass es inzwischen Module mit bis zu DDR3-2200 gibt (jüngst angekündigt von Buffalo).
In der Vergangenheit haben wir den Taktsprung von DDR3 mehfach begleitet. Auf DDR3-1600 folgten DDR3-1800, DDR3-1866, DDR3-1900 und DDR3-2000.
Für die folgende DDR3-Preistabelle gelten dieselben Rahmenbedingungen wie oben:
| . | DDR3-1066 | DDR3-1333 | DDR3-1600 |
|---|---|---|---|
| 1024 MiB | 14,00 EUR | 15,40 EUR | 34,91 EUR |
| 2048 MiB | 31,90 EUR | 28,45 EUR | 50,45 EUR |
| 4096 MiB | 79,27 EUR | 77,00 EUR | 106,87 EUR |
Wie schon beim Vergleich DDR2 667 versus DDR2 800 scheint man auch hier besser bedient mit dem nahezu gleichteuren, aber schnelleren DDR3-1333-Speicher statt DDR3-1066-Speicher. Der DDR3-1600-Speicher schlüpft gewisserweise in die Rolle von DDR2-1066-Speicher. Hier steht ein rund doppelt so hoher Preis für einen Bruchteil an Mehrperformance.
Vergleicht man die Preise von DDR2 1066 mit DDR3 1066, so schaut es - zumindest bei kleiner Speichergröße - gar nicht mehr so schlecht aus für den Speichertyp der nächsten Stunde. Bei einem 1024-MiB-Modul beträgt der Aufschlag rund 40 Prozent bzw. 4 Euro. Bis schließlich 4096 MiB holt der DDR2-Speicher jedoch immer mehr auf und ist hier dann rund 80 Prozent günstiger.
Zurzeit können wir auf DDR2-Seiten generell Speicher mit realen 400 MHz (DDR2-800) eine Empfehlung aussprechen. Auf DDR3-Seite bietet DDR3-1333-Speicher das zurzeit beste Preis/Leistungsverhältnis.
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