Spätestens seit die Gerüchte um einen AMD RV790 ausgebrochen sind, ist auch das Nvidia-Lager wieder Feuer und Flamme und serviert täglich neue Spekulationen rund um den 55 nm-Refresh des GT200, der - darauf deuten inzwischen mehrere Indizen (siehe Golem und PCGH) hin - wohl doch noch entgegen der Inquirer-Meldung rechtzeitig in diesem Jahr vorgestellt wird.
Für Brisanz sorgt dieses Mal eine auf TechReport veröffentlichte News zur Quadro FX 5800, zu der erste Specs bekannt sind und die bereits auf einem in 55 nm-gefertigten GT200-Kern aufsetzt.
Im Bericht von TechReport ist nachzulesen, dass das anfänglich 3499 US-Dollar teure Prachtstück, das vermutlich das Erbe der Quadro FX 5600 antritt, auf der GT200-Architektur basieren wird und dabei anders als die Quadro CX auch auf die vollen 240 Shadereinheiten des Chips zurückgreifen können wird.
Ein interessantes und verräterisches Detail ist dann die Thermal-Design-Power (TDP) dieses Grafikchips, die insbesondere durch die Information der Texelrate noch an besonderen Wert gewinnt:
So gibt die News preis, dass die TDP 189 Watt beträgt - die Geforce GTX 280 ist mit 236 Watt TDP spezifiziert - und die Texelrate mit 52 GTexel/s sogar noch höher ausfällt als die der GTX 280 mit 48 GTexel/s.
Rechenkünstler muss man hier nicht sein: Der Chiptakt der Quadro FX 5800 beträgt 650 statt 600 MHz. Über den Takt der Shaderdomain schweigt sich die News leider aus, nach unserer damaligen Berichtstattung, die sowieso einen Chip mit 648/1620 MHz vorsah, beträgt das Shader-Ratio allerdings den Wert 2,5, was der Quadro-Karte neben 52 GTexel/s auch 1088 Gflops bescheren würde.
Gemäß dieser Eckdaten hat Nvidia im 55 nm-Verfahren einen Chip in der Hinterhand, der nicht nur rund 25 Prozent weniger Energie benötigt, sondern außerdem noch 8 Prozent mehr Performance aufbietet. Dies klingt fast schon zu schön für einen Die-Shrink, ist aus unserer Sicht allerdings im Rahmen des Möglichen, wenn man berücksichtigt, dass Nvidia die lange Zeit auch dazu genutzt, die ein oder andere Sache am Chip selber zu verändern.
Der vollständigkeitshalber noch die übrigen Spezifikationen der Quadro FX 5800, die TechReport nennen. So soll der Speicher mit 4 GB bombastische Größen annehmen. Die Geschwindigkeit fällt mit 800 MHz (GDDR3) zwar relativ human aus, durch das 512 Bit breite Speicherinterface werden aber immerhin noch 102 GB/s Speicherbandbreite erzielt.
Wann der Chip käuflich erwerbbar sein wird, ist unbekannt. Elsa, Leadtek und PNY sollen aber bereits versichert haben, den Chip, welcher voraussichtlich 470 mm² statt 576 mm² (GT200) messen wird, zu verkaufen.
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