In den Weiten des WWW finden sich seit gestern wieder interessante Theorien über die Verspätung der Intel-"Yorkfield"-Prozessoren (Penryn). Intels Marketingabteilung hat dabei voll zugeschlagen: So berichten mittlerweile eine Reihe von Online-Magazinen, dass der Intel "Yorkfield", die erste Quad-Core CPU auf Basis der Penryn-Architektur, erst im Februar oder gar März kommt, da Intel nach eigenen Angaben nicht in der Rolle des Jägers sei, sondern des Gejagten. Folglich halte man es derzeit für nicht notwendig, schnellere Prozessoren nachzuschieben, wo AMD noch nicht mal an die Leistung aktueller Intel-Prozessoren heranreicht - erste Anzeichen für ein Intel-Monopol?
Vor dem Hintergrund, dass Intel höchstselbst vor gerade einmal einer Woche noch eine Verspätung des "Yorkfield" ankündigte und als Grund ein Problem mit der Integrität des Signals zur Kommunikation zwischen Prozessor und Chipsatz (FSB) anführte, der schlimmstenfalls zu einem Datenverlust führen kann, sind die jetzigen Meldungen zur Verspätung doch sehr dubios. Wird der "Yorkfield" nun wegen eines internen Bugs verschoben oder weil man tatsächlich so viel Oberwasser gegenüber AMD hat?
Wie so immer steckt die Wahrheit vermutlich in der "Goldenen Mitte". Dass im "Yorkfield" ein Bug steckt, dürfte eigentlich unumstritten sein, da Intel, wie gesagt, dies vor rund einer Woche selbst bestätigte - auch der nForce-Bug könnte mitunter die Verspätung erklären. Die jetzige Theorie, nach der man den Launch lediglich aus strategischen Gründen verschiebe, kommt Intel gelegen und im Grunde genommen ist sie auch nicht von der Hand zu weisen. Dennoch dürfte mit großer Sicherheit der Hauptauslöser das Auftreten des Bugs gewesen sein. Schade nur, dass man dies in den jetzigen Meldungen so untergehen lässt und damit falsche Finten legt. Dies hat man unserer Meinung nach nicht nötig.
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