Subjektive Betrachtung der Sony Playstation 4

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Subjektive Betrachtung der Sony Playstation 4Nach einer wichtigen Präsentation wie der der Playstation 4 durch Sony besteht die Arbeit eines Hardwareredakteurs primär daraus, die Faktenlage zu sondieren, objektive Berichterstattung anhand der Fakten zu betreiben und seine persönliche Meinung aus der Diskussion in den Texten fernzuhalten. Was aber wenn ein wenig Subjektivität der Debatte durchaus gut tun würde, wenn ein solcher Text die Diskussion antreibt? Wir versuchen es - dieser Artikel ist nicht als objektiver Playstation-4-Bericht zu verstehen sondern enthält Spekulationen, Gedankenfetzen, technisches Gebrabbel und viel viel subjektive Meinung. Dafür zeigt sich ausdrücklich nicht das gesamte Projekt hardware-infos.com verantwortlich sondern ausschließlich der Autor des Artikels - sollte sich also jemand angegriffen fühlen ist ein persönliches Duell mit dem Autoren zu vereinbaren. Die Wahl der Waffe obliegt dem Autoren (er wählt klassisch den Kanarienvogel).

Sony präsentiert die Playstation 4 und zeigt dabei viele Spiele und den Controller - aber nicht die Playstation 4. Wie kann das sein, was läuft da schief mag man sich fragen. Gar nicht, zumindest aus der Sicht von Sonys Marketingexperten. Leaks gibt es immer, Gerüchte lassen sich nicht vermeiden. Bevor diese Gerüchte aber einen zu großen Schaden anrichten, stoppt man sie lieber mit der Präsentation einiger bereits bekannter und weniger noch nicht bekannter Fakten. Den großen Wurf, die eigentliche Konsole, wird Sony allerdings erst deutlich später im Jahr zeigen, gleiches wird für die endgültigen und und umfangreicheren technischen Daten gelten. Zudem hält Sony sich so noch eine Hintertür gegenüber Microsoft offen, die nun in Zugzwang mit der Präsentation ihrer eigenen Next-Gen-Konsole stehen - solange nur grobe Hinweise auf die Technik gegeben sind, zur Festplatte beispielsweise gibt es noch gar keine weiteren Informationen, lassen sich Details immer noch an den Mitbewerber anpassen. Zumindest im groben Rahmen - eine neue APU wird niemand mehr entwickeln können, ein paar Megahertz mehr oder weniger ließen sich aber per Firmware noch hinzufügen wenns eng wird.

Doch stürzen wir uns auf die technischen Daten der Playstation 3 und orakeln ein wenig über die Vergleichbarkeit mit dem PC, anderen Konsolen und überhaupt. Auch zur Technik ließ Sony beim gestrigen Event nicht viel verlauten, von vagen Hinweisen einmal abgesehen. Erst am heutigen Morgen verschickte das Unternehmen eine Pressemitteilung, in der nicht nur die Softwarepartner sondern auch die etwas genauer aufgeschlüsselten technischen Daten zu sehen waren.

So setzt Sony auf eine x86-64-CPU von AMD. Diese wird über 8 Rechenkerne verfügen und ist als "Jaguar" gekennzeichnet was für die jüngst von AMD präsentierte Mobilplattform gleichen Namens spricht. Tablet- und Notebook-Jaguar soll allerdings mit nur 2 bis 4 Rechenkernen erscheinen. Die TDP einer solchen Quadcore-Lösung soll bei 25 Watt liegen. Es ist nachvollziehbar, dass Sony bei der zum Einsatz kommenden Achtkernlösung mit einer höheren TDP rechnen muss, 35 bis 40 Watt wären realistisch da sich die TDP mit verdoppelten Recheneinheiten nicht zwingend ebenfalls verdoppeln muss. Zudem ist in den 25 Watt der "klassischen" Jaguar-APUs bereits die GPU enthalten - diese wird bei Sonys Playstation 4 aber deutlich leistungsfähiger ausfallen als bei einem Netbookprozessor. Der Takt der CPU soll Gerüchten zufolge bei 1,6 Gigahertz liegen - Sony setzt offenbar stark auf Parallelisierbarkeit und GPGPU-Unterstützung durch den Grafikchip.

Ein recht mysteriöses Stück Hardware ist eben dieser Grafikchip der Playstation 4. Sony spricht von einer "AMD next-generation Radeon based graphics engine", was unter Umständen auf die überarbeiteten GCN2-Kerne schließen lassen könnte. Die theoretische Rechenleistung der zusammen mit den 8 CPU-Kernen auf einem Die befindlichen GPU gibt Sony mit 1,84 TFLOPs an. Damit würde zumindest die theoretische Leistung etwas über dem Niveau der 140-Euro-Grafiklösung Radeon HD 7850 liegen. Ebenfalls bekannt gegeben wurde von Sony die Anzahl von 18 Compute Units in der GPU, was auf 1152 Shadereinheiten schließen lässt - zumindest wenn AMD weiterhin 64 Rechenwerke pro Compute Unit verbaut. Zum Vergleich: Die HD 7850 nutzt 1024 Shadereinheiten, so dass die GPU der PS4 wahrscheinlich mit einem etwas niedrigeren Takt als den 860 MHz der HD 7850 arbeiten wird.

Interessant ist da schon eher der Stromverbrauch, vor allem bei einer APU wie sie Sony ja verbauen möchte. Da hier CPU und GPU auf einem Die und damit räumlich kaum voneinander getrennt agieren, muss die gesamte Abwärme der Recheneinheiten von einem Kühler abtransportiert werden. Die Radeon HD 7850 kommt bereits auf einen Wert von 130 Watt, unter voller Last sind es sogar eher ein paar Watt mehr. Da AMD das Fertigungsverfahren von den aktuellen 28 nm nicht noch weiter heruntergeschraubt haben kann, wird der Energiebedarf der PS4-GPU auf einem ähnlichen Niveau liegen, eventuell etwas darunter wenn Sony selektierte Chips kauft und diese mit geringerer Spannung laufen lässt. Dazu addiert sich noch der Energiebedarf der 8 Jaguar-Rechenkerne. Nun gut, Grafikkarten wie die Radeon HD 7950 oder Nvidias aktuelle Geforce Titan beweisen, dass sich auch 200 Watt noch einigermaßen ruhig abtransportieren lassen. Spannend dürfte das Kühlkonzept der Playstation 4 aber dennoch werden.

Ein weiterer Hingucker bei den technischen Daten der PS4 ist der Systemspeicher: 8 Gigabyte GDDR5-RAM kommen zum Einsatz. AMD verbaut damit erstmals vergleichsweise teuren GDDR5-Speicher in Verbindung mit einer APU und umgeht so den Speicher-Flaschenhals solcher Shared-Lösungen auf eine sehr pfiffige Weise. Angesichts der von Sony ausgegebenen Speicherbandbreite von 176 Gigabyte pro Sekunde spricht einiges für ein 256 Bit breites Speicherinterface und einem Takt von etwas weniger als 3000 MHz. Auch wenn der CPU dieser Geschwindigkeitsbonus nur bedingt helfen dürfte, die Grafikeinheit wird sich über die Bandbreite freuen und kann ohne Limitierung ihrer Arbeit nachgehen. Zudem ist Sony flexibel bei der Speicheraufteilung, da sie einen gemeinsamen Speicher einsetzen - 4 Gigabyte DDR3 für die CPU und 4 Gigabyte GDDR5 für eine dedizierte GPU wäre zwar preiswerter gewesen, hätte aber auf die geschätzte Marktzeit der PS4 von 6 bis 7 Jahren später für einen Engpass bei der GPU sorgen können. Das Betriebssystem soll von den 8 Gigabyte übrigens nur 512 MB benötigen, der Rest steht Anwendungen und vor allem Texturen zur Verfügung.

Mit USB 3.0 bestätigte Sony zumindest eine Schnittstelle zur Außenwelt - von Gigabit-LAN einmal abgesehen. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ports nannte Sony indes nicht. Beschleunigt wurde auch das WLAN, das nun mit 802.11 b/g/n funkt. Zwar nannte Sony keine Details zur Anzahl der Antennen, so dass nur geschätzt werden kann ob das WLAN mit 150, 300 oder 450 MBit/sek. funkt, schneller als das 54-MBit-WLAN der PS3 wird es aber auf jeden Fall. Das ist auch angesichts der Streaming-Fähigkeiten zur Playstation Vita von Bedeutung - hier wäre eigentlich sogar eine exklusive 5-GHz-Funkstrecke praktisch um Störungen beispielsweise durch DECT-Telefone auszuschließen. Übrigens: Zur Vita soll die Playstation 4 nicht nur Second-Screen-Informationen streamen können um die Konsole so ins Spielgeschehen einzubinden, auch das komplett von der Konsole berechnete Spiel soll auf der Vita gestreamt laufen können wenn der Fernseher anderweitig genutzt werden soll. Erinnert an Nintendos WiiU? Exakt, nur eben nicht mit einem serienmäßig beiliegendem Controller sondern mit einer optional erhältlichen mobilen Spielekonsole. Inwieweit es sich dabei um einen Vor- oder einen Nachteil handelt überlassen wir hiermit der Diskussion.

Einige Zeit war unklar, ob die Playstation 4 überhaupt auf ein optisches Medium wie Blu-ray-Disc setzt oder ob es sich um eine Online-only-Konsole handeln wird. Tatsächlich verbaut Sony ein BD-Drive, die Geschwindigkeit liegt bei 6x BD-ROM und 8x DVD und damit auf dem Niveau gängiger Slimline-Laufwerke. Um Spiele flott abspielen zu können, wird Sony wieder auf Installationen der Spiele setzen - eventuell werden einzelne Spielinhalte sogar schon kurz nach einem Onlinekauf im Sony-Onlinestore auf die Festplatte der Konsole geladen um die Installation abzukürzen. Generell soll die PS4 Daten im Hintergrund anhand der Nutzervorlieben herunterladen. Ob dieses Feature für viele Nutzer wirklich Sinn ergibt wird sich zeigen müssen, wer eine langsame oder gar volumenbegrenzte Internetleitung nutzt wird sich hier aber auf jeden Fall ein Möglichkeit zur Deaktivierung dieses primär für die Werbekunden Sonys interessanten Features wünschen.

LTE-Nutzer werden zudem auf die Abwärtskompatibilität zur PS3 verzichten müssen: Sony nutzt den 2012 erworbenen Cloudgaming-Anbieter Gaikai um Spiele der älteren Playstation-Konsolen auf die PS4 zu streamen. Wer nur 5 oder 15 Gigabyte freies Volumen im Monat nutzen darf wird hier schon nach kurzer Zeit, bei einem 6-MBit/sek-Stream und einem Freivolumen von 15 GB im Monat schon nach knapp 6 Stunden, vom Spielen ausgesperrt - bedauerlich. Generell setzt Sony bei der PS4 stark auf Online-Inhalte, Vernetzung und social-Media. Ob dieser Fokus in Deutschland allerdings so gut ankommen wird ist noch fraglich - die Bedenken gegenüber Diensten wie Facebook und Twitter sind in kaum einem Land stärker ausgeprägt wie hierzulande. Dazu kommt die schon fast traditionell schlechte Internetanbindung vieler Gegenden von Deutschland. Ist die PS4 gar nur eine Konsole für Großstadt-Kids?

Serienmäßig mitgeliefert wird zur Playstation 4 die 3D-Kamera Playstation 4 Eye. Diese Kamera nutzt gleich zwei Objektive und erinnert frappierend an Microsofts Kinect-Leiste. Die Auflösung der 4 Eye soll bei 1280 x 800 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde liegen. Praktisch fürs Wohnzimmer sind die lichtstarken Objektive. Die minimale Distanz zur Kamera soll 30 Zentimeter betragen. Und apropos Bewegungssteuerung: Auf der Rückseite des vorgestellten DualShock4-Controllers findet sich eine Lichtleiste wie sie ansonsten bei Sonys Move zum Einsatz kommt. Der Controller soll damit für einfache Bewegungssteuerungen geeignet sein - ob er es dann auch aus ergonomischer Sicht ist wird sich noch zeigen müssen.

Fassen wir zusammen: Spiele-Streaming via Cloud, Second-Screen via PS Vita, extremer Fokus auf soziale Medien, kein wirklich großer technischer Vorsprung gegenüber der Vorgängergeneration und irgendwie fehlende Innovationen. Als Nintendo seine WiiU vorstellte und viele Nutzer zu einem ähnlichen Fazit (vom Cloudgaming abgesehen) kamen gab es einen großen Aufschrei. Davon sind die Forendiskussionen bei der PS4 interessanterweise bislang verschont geblieben: Viele Sony-Fans verteidigen diese Technologien und finden sie jetzt auf einmal sogar sehr praktisch. Wo bei der WiiU der zweite Bildschirm störend ist, findet die Vita-Lösung trotz der Zusatzkosten große Unterstützung. Wo am PC Cloudgaming direkt vom Teufel erdacht wurde um dem Spieler das Recht auf sein Spiel zu nehmen wird es als Garant für Abwärtskompatibilität gefeiert und auf einmal gar nicht mehr kritisch betrachtet. Fehlende Innovationen? Egal, hauptsache neu.

Wie ist die Meinung der HWI-Community in diesem Punkt? Fehlt es Sony tatsächlich an Innovationen? Oder hat die PS4 das Zeug zum Konsolen-Evergreen und zum PC-Killer? Wird der PC durch die vergleichbare Hardwarebasis im Gegenteil nicht sogar gestärkt? CPU-Features wie AVX könnten sich ja durch die PS4 schneller durchsetzen als bei einer reinen PC-Unterstützung auf einen neuen CPUs - oder bremsen die neuen Konsolen die PC-Entwicklung aufgrund ihrer begrenzten Hardware im Gegenteil sogar noch stärker und auf lange Zeit aus? Diskutiert in den Kommentaren!

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5 Kommentare

5.) rizawi 05.04.2013 - 05:48 Uhr
Tja, nun die Preisfrage, wo waren denn Konsolenspiele in den letzten 20 Jahren innovativ^^? Man zockt seit sonst wann mit einem Controller, der den aktuellen Möglichkeiten nicht entspricht, kann weit über die Hälfte der Genres damit nich bedienen und hat dazu noch beschissene Grafik, Physik und K.I.. Der angebliche Grafikbash ist damit grad mal ein Unterpunkt und das sind nur die Probleme wenn man schon im Spiel ist. Von der Updatepolitik, allgemeinen Gameplaydefiziten, fehlender Community etc. fang ich da noch gar nicht an.
Darum geht es auch bei ausbremsen. Man hat von der PS1 zu PS2 nix getan, man hat von der PS2 zur PS3 nix getan und die PS4 schliesst nun da nahtlos an. Man verbaut Hardware die gerade so kühl genug bleibt, um nicht die Aussenhülle zu schmelzen sowie die CPU auszulöten, bringt von jedem Game einen neuen Ableger: GTA5, AC4, etc. und freut sich drüber wie genial man doch ist, weil man den grafischen Standard von vor 3 Jahren erreicht hat. Es sind nicht die HighEnd Fans die das wollen, es sind die Konsolenhersteller die es wollen und am Ende sind es doch die Spieler die eine glaubhaftere Illusion wollen. Mir ist es recht so lang die Konsolen ihren altmodischen Kram für sich machen, aber das die jetzt in den Angelegenheiten der PC Spiele rum pfuschen und den höchsten Schwierigkeitsgrad auf den dümmsten PS3 Spieler anpassen, find ich zum kotzen.
Grob sind ALLE Konsolenspiele einfach nur hohl, man ist in 5-15h durch, die Missionen haben den Anspruch eines Minderjährigen, je höher die FSK desto schlimmer wirds. Wo soll da nun der Spielspass sein, ich bitte um Erörterung^^?

Am PC hat man dann wenigstens eine glaubhafte Illusion. Wenn man Shooter in 3D mit Maus spielt oder Skyrim inklusive aktuellen Mods in 3D mit Kinect. Man hat fast immer Möglichkeiten die Experience am PC anzupassen und für seine Zwecke zu verbessern. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Experience der Konsole da auch nur dran kratzt.

Was die Frage nach Strom angeht, meine Güte, kostet so ein GamingPC halt 500€ Betriebskosten wenn man 3000h im Jahr zockt. Wenn 300-600h sind wie bei fast "normalen" Leuten, verschwindet das schon im Nirvana...
Ansonsten kann ich nur sagen: Ja zu Atomkraft, sauberer als Solarstrom und Windkraft, von fossilen Brennstoffen ganz zu schweigen. Billiger wirds dann aber auch nicht...

Was die WII und mobile Spiele angeht, die haben mit PS4, Xbox3 und PC nicht viel am Hut. Das einige Blondinen mit ihrem iShit, den sie sonst nicht bedient kriegen, nun die Spiele von vor 30 Jahren entdecken ist toll für die Noobs und toll für unterwegs, aber wer bitte setzt sich Zuhause hin und guckt auf einen 4" Monitor um ein bescheuertes Retrospiel zu zocken O.o?
Die Wii is glei noch ne ganz andere Liga, das is ein Gesellschaftsspiel. Weder ist es gelungen das mit der WiiU zu verbessern, noch konnten Sony mit ihrem Dildo oder MS mit Kinect den gleichen Erfolg erzielen(MS war selber Schuld, paralleles Marketing für PC und das wär besser gelaufen, die Möglichkeiten sind Endlos mit dem Ding).
Das ist einfach eine Preisfrage. Was das angeht lacht sich Nintendo Löcher galaktischen Ausmasses in den Bauch, die haben einfach den Gamecube auf billige Bluetoothcontroller umgebaut und fahren dafür 200 Tacken pro Gerät ein, nicht zu vergessen die ganze Peripherie und die Spiele. So lustig das auch am Anfang ist, auf einem 50" Fernseher/HD Beamer kriegt man mit dem besten Upsampling Augenkrebs und im Singleplayer sind 99% der Spiele deprimieren langweilig, da hatte mein Sega vor 20 Jahren mehr drauf...

Man sieht also, ist nicht alles Gold was glänzt und bei wie vielen steht die WII wohl 360 Tage im Jahr nur rum? Das dann mit Plattformen zu vergleichen, auf denen manche 360 Tage im Jahr ein und das selbe Spiel spielen, ist ziemlich albern(X, Skyrim, o.ä. machen durchaus so lange Spass)

Wer wirklich auf Spielspass steht, wo die Grafik egal ist, holt am PC einfach alles raus was es gab, ausser PS3 und Xbox360 Spiele läuft ziemlich ausnahmslos alles. Wirklich neu erfunden hat das Fahrrad keines der aktuellen Spiele. Deshalb gibts genug die lieber zum 20. mal Mafia spiele oder Dark Project, als ein mal GTA4 oder AC3.
Aber warum sind die Konsolen wohl jedes mal so ausserordentlich abwärtskompatibel? Rrrrichtig, damit die ihren Bullshit in Kopie 100 noch mal verkaufen können. Ich seh wieder nich wo da der Spielspass sein soll.

Nun kommt noch dazu, das haufen von den Portierungen und Parallelentwicklungen einfach nur unter aller Sau sind, FC3 läuft heute noch nicht 3D und dafür soll man dann Geld bezahlen O.o?
4.) tk0608 04.04.2013 - 11:30 Uhr
Ich frage mich massiv, ob sich nicht bei Einigen was in der Birne verschoben hat. "Gamingbranche ein Jahrzehnt lang ausbremsen".....Freunde, Freunde. Seit 1987 turne ich irgendwie in der IT/TK-Branche herum und hab angefangen vom seligen BTX bis hin zum Aufkommen der ersten 3D-Karten ziemlich viele Trends mitgemacht. Auch die PS-One und II standen ebenso in meinem Regal, wie letztlich auch die Dreier.

Was die verwöhnte Nachwuchsgeneration aber von Hardware erwartet, spottet jeder Beschreibung und geht voll am Fokus vorbei: Letztlich ist nicht die Grafik oder die Geschwindigkeit der verbauten Komponenten entscheidend, sondern der SPIELSPAß..soweit es Gamingplattformen betrifft.

Und komischerweise, liebe Menschen, die ihr offensichtlich von Beruf Sohn oder Tochter seid, braucht es dazu nicht wirklich das absolute, reale, lebensechte 3-D-Superduper-Grafikgeboller, damit beim Egoshooten das virtuelle Blut bis in die letzte Ecke des Kinderzimmers spritzt. Nein, es braucht inovative Software und Konzepte, die die Hardware ausnutzen, neue Erfahrungen bieten und mir Spaß machen. Weshalb ich IMMER NOCH auf die WII stehe: Die bewegungssensorgesteuerten Spiele sind eine der wenigen, echten Invoationen in den letzten 20 Jahren. Mühevoll und viel zu spät dann von MS und Sony abgekupfert war das - zusammen mit einer Softwarepalette, die den og. "SPIELSPAß" in den Vordergrund stellt - der Grundstein dafür, dass sich die Kiste weitaus mehr verkauft hat, als XBox und PS.

Entscheidend sind folglich nicht nackte Daten zur Hardware, wieviel Rechen- und Graifkkerne die APU hat, welcher RAM verbaut ist, sondern welche Spiele zu welchen Preisen zu haben sind. Und da, liebe Gemeinde, bin ich bei allen NG-Konsolen doch ziemlich enttäuscht: Die bereits erschienene WII-U bietet außer HDMI-Anschluß (übrigens neben der Abwärtskompatibilität zur WII der einzige Kaufgrund für das Ding!) einen neuen "Handheldcontroller", der weder handlich ist, noch dem Stand der Technik entspricht (kein kapazitives Display, FPS-Rate vermindert sich im Mehrcontrollerbetrieb). Das braucht wirklich Niemand....mal ab davon, dass die erhältliche Spielepalette nun auch nicht zum Aufjuchzen Anlass gibt....

Tja, nun stellt Sony ein paar Rahmendaten seiner neuen NG-Konsole vor. Eigentlich nix anderes, als ein spieleoptimierter PC, der zu stromhungrug sein wird (...wer hier nach "mehr, mehr, mehr" schreit, dem möchte ich dezent auch mal die Frage stellen, ob Strom bei Ihnen umsonst ist oder wir noch ein paar Kernkraftwerke bauen sollten) und (soweit bisher bekannt) ungefähr so neu und spannend ist, wie ein Opel Ascona. Der bleibt doof und hässlich, auch wenn ich ihn tieferlege und nen Rennmotor einbaue...

Froh stimmt mich allerdings, dass meine Meinung zu diesen ganzen Konsolengedöns nicht ganz exklusiv zu sein scheint. Derzeit verkaufen sich kleine, aber spassige Spiele auf Mobilplattformen wie geschnitten Brot (Temple Run II), die WII steht weiterhin in nahezu jedem vierten Wohnzimmer und der Hardwareoverkill bleibt der Tummelplatz für kaputte Freaks mit zuviel Kohle! :D

P.S.: Wer Ironie oder Sarkasmus nicht verträgt, sollte an dieser Stelle das Gelesene vergessen! *g*
3.) rizawi 14.03.2013 - 02:58 Uhr
Die PS4 wird die Gamingbranche erneut ein Jahrzehnt lang massiv ausbremsen. Man kann jetzt mit dieser Hardware gerade mal das Grafiklevel von 2010-2012 erreichen, was aber aussen vor lässt, was in der A.I., Physik und Gameplayecke nötig wäre. Ein Gamepad ist was für Budokai Tenkaichi und das wars, Rennspiele, Strategie, Simulation, Shooter, Weltraumscenarien sind alle unspielbar, es sei denn man ist bisl geistig langsam...

Faktisch sind PS4 und Xbox720 or what ever der Anfang vom Ende der Konsolen. Was ich seit Jahren sage, das man sich auch einen Barebone hinstellen kann, der für 1000€ Anschaffungskosten 10 mal so viel Funktionalität hat und sich nach paar Jahren rentiert, wird damit selbst von den Konsolenherstellern anerkannt, die ja mit ihren neuen Plattformen fast nichts anderes bieten, mal abgesehn davon das man erneut die Funktionen limitiert. Es gibt keinen Boden mehr für Exklusivtitel und es gibt keinen Grund mehr für Kompatibilitätsprobleme. Damit sind alle Mauern weg, hinter denen sich Sony seit Jahren versteckt um den PC als Plattform massiv zu schädigen, weil ihm seine Nutzer zu fordernd sind. Die Xbox wird, wenn sie Win8 hat, damit eig. zum WohnzimmerPC, ich seh nicht wer dann noch eine Playstation braucht, aber das hab ich auch schon bei der PS3 gesagt. Es finden sich halt immer paar die bisl langsam im Kopf sind^^.
2.) Mr.Smith 12.03.2013 - 20:50 Uhr
naja ich find das Sony PS noch nie so Innovationen war wie im vergleich Nintendo und Sega damals.

Daher würde ich eine PS auch nicht vermiessen wenn es sie nicht geben würde.

Zur Hardware muss ich sagen das ich enthäuscht bin von PS und Xbox.Hätte ruhig etwas besser ausfallen können was vielleicht für die PC Gamer ein vorteil wäre.
1.) lordZ 21.02.2013 - 23:26 Uhr
Der Controller ist hässlich, aber es kommt schließlich nicht ausschließlich auf die Optik an. Die PS4 hat langfristig nicht das Zeug PC-Killer, aber durch die vergleichbare Hardwarebasis profitieren sicher beide voneinander. Vielleicht wird die PS4 meine erste Konsole. Vielleicht aber auch Ouya...