GC: Die Spielemesse im Visier

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GC: Die Spielemesse im VisierJährlich lockt die Games Covention tausende Besucher an. Die Messe für Entertainment, Hardware, Infotainment, interaktive Unterhaltung und natürlich Games ist allen halbwegs versierten Spielern seit 2002, als die Messe von der Leipziger Messe und dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware konzipiert wurde, ein Begriff. Die Messe kann auf eine beispielhafte Vergangenheit zurückblicken und gehört mittlerweile neben der Tokyo Game Show zu der bedeutendsten Gaming-Messe der Welt.

Die Games Convention öffnet jährlich im August in Leipzig von Donnerstag bis Sonntag ihre Pforten. Vier Tage actionreiche Messe, in der man selbst zum aktiven Besucher werden kann. Hunderte neue Spiele laden gerade dazu ein, ein kleines Päuschen einzulegen und die neusten Errungenschaften auf aktuellen High-End Rechnern anzuspielen. Selbstverständlich muss es aber nicht der PC sein: Konsolen werden ebenso hoch auf der Games Convention wie PCs gehandelt. Besonders der Wii, Nintendos revoloutionäre Konsole, lockt und lässt den Spieler hautnah miterleben, mitfühlen, mitagieren.

Um nicht Minderjährigen leichtfertig Spiele vorzusetzen, die nicht ihrem Alter entsprechen, trägt jeder Besucher auf der Games Convention ein farbiges Armbändchen. Grün steht für "ab 12", blau für "ab 16" und rot für "ab 18". Damit beugt man mögliche Gesetzesverstöße vor und lädt gleichzeitig die gesamte Famile nach Leipzig ein. Die Kosten für einen Besuch betragen bei einer Tageskarte 12,50 Euro. Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Rentner, Schwerbehinderte, Wehrpflichtige und Zivildienstleistende dürfen sich sogar über ermäßigte Tagestickets für 8,50 EUR erfreuen.

Die Preise bestimmen unweigerlich das Clientel der Messe und so ist es auch größtenteils der Anteil der Jugendlichen, der überwiegt. In diesem Jahr waren 48 Prozent der insgesamt 187.000 Besuchern (neuer Rekord) unter 20 Jahren. Damit schafft die Messe nicht den Sprung - wie beispielsweise die CeBIT - zu einer Business Messe. Die Games Convention Developers Conference (GCDC), die bereits zwei Tage vor Messebeginn öffnet, lässt zwar Entwickler, Journalisten und Vertretern die rechtmäßige Aufmerksamkeit zukommen, Stimmung wie bei der CeBIT - die wir persönlich direkt gegenüber stellen können - kommt aber nicht auf. Daran ändert auch der exklusive Fachbesuchertag am Mittwoch nichts. Als Kritik soll das keineswegs aufgenommen werden. Games Convention ist nicht CeBIT und hat seinen Fokus auf andere Dinge gelegt.

Dadurch dass der Besucher, wie angesprochen, selbst aktiv werden kann, bietet sich ihm ein unvergleichliches Gaming-Erlebnis. Bei sommerlichen Temperaturen kann der Besuch in den stickigen Messhallen aber schnell zur Qual werden. Verstärkt tritt hierbei noch der Effekt in Aktion, dass die Messe maßlos überfüllt ist. Das Leipziger Messegelände platzt aus allen Nähten - und das nicht schon seit gestern. Deswegen hat man sogar schon laut über eine Standortveränderung der Games Convention nachgedacht. Frankfurt a.M. sowie Hannover wurden ins Gespräch gebracht, aber letztlich mit einer Absage abgefertigt.

Leipzig bleibt also wahrscheinlich auch künftig der Standort der Games Convention. Die Stadt hat insofern ein Privileg, als dass sie sich geographisch in der ehemaligen DDR befindet. Mit einer Reihe internationaler Aussteller holt man Flair in die teilweise noch vom ehemaligen, politischen System gekennzeichnete Region. Als Bestandteil der Bundes Republik Deutschland möchte man den ehemligen Osten aufpolieren; da ist es ein guter Schritt, die größte Spielemesse Europas in Leizpzig abzuhalten.

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7 Kommentare

7.) p.a.t.r.o.n 05.09.2007 - 00:46 Uhr
Die sollen das mal größer bauen wer weis vielleicht sind in 10 Jahren 10 Mio. Besucher da
6.) Streamline 03.09.2007 - 19:33 Uhr
Nö ... das machen andere Städte. Die Messe Leipzig hat schon mehrmals mitgeteilt, dass die Namen nicht zum Verkauf stehen - inzwischen sogar per Pressemitteilung.
5.) JackBauer 02.09.2007 - 15:47 Uhr
Anscheinend schon. Sie denken ja schon dran. ;)
4.) Streamline 02.09.2007 - 11:40 Uhr
Ne, als News akzeptiere ich das nicht - zuviel persönliche Meinung drinne. Ich unterschreib das mit der DDR so nicht, von daher passt das so schon :P

Aber die Namensrechte der Games Convention sind an die Messe Leipzig gebunden, von daher kann die Games Convention gar nicht umziehen... ;)
3.) JackBauer 02.09.2007 - 02:31 Uhr
Dass es den Staat freut, glaub ich sofort. Ich find es ja auch gut, dass im Osten öfters was Neues kommt. ;) Aber du schreibst, dass Leipzig ein Privileg (klitzekleines Fehlerchen) besitzt die Messe in ihrer Stadt zu haben. Wikipedia: "Ein Privileg [...] ist ein Vorrecht, das einem einzelnen oder einer sozialen Gruppe zugestanden wird." Und ich beharre weiterhin darauf, dass eine Stadt (nur weil sie im Osten ist) nicht das Recht auf genau diese Messe hat. Die E3 ist schließlich auch umgezogen (wenn auch nicht weit von L.A. nach Santa Monica). Bei der Tokyo Game Show wäre das wohl etwas schwieriger. :D

Umsonst was es keineswegs. Jedoch sollte man meiner Meinung nach eher vorher überlegen, ob es nun eine News oder Kolumne werden wird. Wäre durchaus (wenn etwas länger) auch als Bericht zur GC hervorragend durchgegangen. Aber passt schon so. ;)
2.) KonKorT 01.09.2007 - 12:15 Uhr
Will ich mich mal zu einigen Punkten äußern: ;)

4.) Dieser Grund ist allgemein bekannt und wurde auch schon öffentlich über Fernseher etc. genannt. Man sieht es als eine große Bereicherung an, dass die Games Convention in der ehemaligen DDR stattfindet. Ähnlich wie das mit Dresden und AMD ist; der Staat sieht sowas gerne.

5.) Jo, kleienr Fehler passieren immer. Gut aber, dass Du sie nennst. Sind beide bereinigt.

6.) Soll kein Nintendo Wii Spot sein, es war nur eben auf der Messe ein großes Highlight bzw. der Andrang unverhältnismäßig hoch, daher die kleine Randnotiz.

Dass die Kolumne darüber hinaus auch viele Elemente einer News hat, kann ich Dir einwandfrei zustimmen. Nur hätte ich sie als News posten sollen? Irgendwie wollte ich nicht umsonst getippt haben und musste es ja einer Kategorie zuordnen, da dachte ich passt eine Kolumne aufgrund der teils subjektiven Äußerungen besser.

PS: Weitere Kritik ist erwünscht! :)
1.) JackBauer 01.09.2007 - 03:15 Uhr
1. Denke ich nicht, dass wir beurteilen können wie die Stimmung (besonders unter Entwicklern) auf der GCDC ist.
2. Muss ich dir in einigen Dingen zustimmen. Z. B. war es letztes Jahr wirklich sehr stickig und heiß in den Hallen. Und überfüllt sowieso. Da es dieses Jahr noch schlimmer geworden sein soll, bin ich froh Bioshock und Co. auf dem heimischen Rechner (bald) spielen zu können.
3. Von einer Standortveränderung wäre ich angetan, wenn sie in Richtung Süden ausfallen würde. Da das aber sicher nicht der Fall sein wird, wäre Leipzig wohl ok, München aber definitiv besser.^^
4. Warum sollte die Stadt Leipzig ein Priveleg dafür haben, dass eine große Messe dort abgehalten wird? Nur weil es in der ehemaligen DDR liegt? Reicht denn nicht die IFA (Berlin) und CeBIT (Hannover)? Den Punkt versteh ich ganz und gar nicht. Schließlich soll man seit der Wiedervereinigung beide ehemaligen Länder als eines betrachten. Von daher imo Quatsch.
5. Hier hat wohl der Fehlerteufel zugeschlagen. ;)
"Daran ändert auch nichts der exklusive Fachbesuchertag am Mittwoch."
Das "nichts" wohl eher an das Ende des Satze verfrachten.
"neusten Errungschaften"
Es sind wohl eher die "neuesten Errungenschaften". ;)
6. Das klingt für mich eher wie ein Werbespot für Nintendos Wii. ;)
"Besonders der Wii, Nintendos revoloutionäre Konsole, lockt und lässt den Spieler hautnah miterleben, mitfühlen, mitagieren."

Viel nicht ganz so gutes, aber is ja konstruktive Kritik. ;) Im Ganzen war es doch ne gute Kolumne. Auch wenn sie eher informiert (siehe Preise, Besucherzahlen), als deine Meinung wiederspiegelt. Hoffe, dass ich 2008 wieder dabei sein werde nach der diesjährigen Auszeit. :)