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alten PC i3-2100 tauglich machen

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alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon erad » 17.11.2011, 16:44

Hallo zusammen,

ich will meine alte Kiste ein wenig aufrüsten. Ein Pentium 4 ist ja nicht mehr so ganz aktuell also brauche ich fast alles neu.

Ich würde gerne wissen was ihr von meiner Zusammenstellung haltet da ich relativ wenig Ahnung habe was Hardware betrifft.

Das ganze sollte sehr leise und relativ günstig sein, jedoch den aktuellen stand der Technik durchaus gerecht werden und für die unten genannten Arbeiten geeignet sein.
Für die unten genannten Komponenten komme ich auf knapp 180€. Bis 210€ kann ich noch gehen ohne mein Budget zu sprengen. 260€ wären auch möglich, da sollte es sich jedoch um eine enorme Verbesserung handeln.

Betriebssystem:
Ist vorhanden.
Ich benutze Ubuntu 11.10 als Betriebssystem. Nach dem Aufrüsten die 64bit Version.

Verwendungszweck:
Den PC nutze ich, neben den Office typischen Dingen wie Texte und Präsentationen erstellen, hauptsächlich zur Fotobearbeitung mit Gimp, kleinere Webseiten erstellen und pflegen mit XAMPP und Typo3.

In naher Zukunft habe ich vor ein wenig mit Blender (3D-Grafiken) und Lives (Videobearbeitung) zu spielen.
Auf meinem Laptop (LG R500-U.CPRCG: Core2Duo T7300 2GHz, Geforce 8600M GS 256MB VRAM, 1GB Flash-Speicher, 2GB DDR2, aufrüsten ist hier aber relativ Sinnfrei, da ich für das Mainboard aufgrund der eigenwilligen Steckversion keine bessere Grafikkarte finde, Displaykabel oder Inverter kaputt sind und der Akku nicht mehr aufgeladen wird) ist das Spielen und kennenlernen von Lives eher frustrierend, da sehr lange Ladezeiten. Hier erhoffe ich mir eine deutliche Besserung, wobei es wie gesagt nur Spielereien sind und nichts professionelles.

Die einzigen Spiele die mit Wine laufen sollten sind Gothic 1-3, Risen und Runes of Magic (nicht auf maximaler Grafikeinstellung aber relativ flüssig und auch erst wieder mit der GTS 450 (siehe unten) da RoM unter Ubuntu mit ATI-Karten nicht läuft).

Vorhandene Hardware:
CPU: Intel i3-2100,
Grafikkarte: Sapphire HD4870 1GB, (wird später mit einer neueren ausgetauscht, weiß aber noch nicht welche. Fest steht das es eine Nvidia Geforce wird. Evtl. XpertVision GTS 450. da nur knapp 100€. Vorrausgesetzt sie ist relativ leise und ich finde keine deutlich bessere für max.150€. Habe noch nicht nach entsprechenden Testergebnissen gesucht, da ich diese frühestens zu Weihnachten nachrüsten werde. Aber falls mir jemand die Arbeit sparen kann und will... :)
DVD-Laufwerk ( LG GDR 8163B von 2004. Nutze ich eigentlich nur zur Installation von Treibern oder Programmen daher ein neues nicht nötig denke ich)
3 alte Festplatten mit 60, 100 und 150 GB (reicht mir an Platz da externe vorhanden)

Das alles will ich mit folgenden Komponenten ergänzen:

Mainboard:
Intel DH67BL, H67 (B3) (dual PC3-10667U DDR3) (BOXDH67BLB3)
http://geizhals.at/619380
(das günstigste aus der Chip-Bestenliste und genügt meinen Ansprüche denke ich: Sockel 1155, 1x PCIe 2.0 x16 und min. 2x USB 3.0)

Netzteil:
Super Flower Golden Green Pro 550W ATX 2.3 (SF-550P14XE)
http://geizhals.at/deutschland/596951
(Vorraussetzungen waren 500Watt und 80PLUS Gold. Habe leider keinen Test gefunden der dieses Netzteil betrifft und mir wäre wichtig das es leise ist. Kann da evtl jemand was zu sagen?)

Arbeitsspeicher: (Bin mir nicht sicher ob 8GB nötig sind oder ob nicht 4 oder 6 schon reichen aber ich dachte bei der Kalkulation lieber zuviel als zuwenig)

G.Skill RipJaws DIMM Kit 8GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333) (F3-10666CL9D-8GBRL)
http://geizhals.at/deutschland/466065
(Empfehlung eines Bekannten)

oder

Mushkin Enhanced Essentials DIMM Kit 8GB PC3-10667U CL9-9-9-24 (DDR3-1333) (996769)
http://geizhals.at/deutschland/568656
(einfach das günstigste)


So das war es.
Bin gespannt auf eure Meinungen.

MfG
Erad


Ich hoffe ich darf hier noch eine kleine Verständnissfrage anhängen:)
Ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt auf 2 Grafikkarten zu setzen was mir im Endeffekt aufgrund des Stromverbrauchs aber unsinnig erscheint und meinen finanziellen Rahmen sprengt da ich ein Netzteil um die 600-700Watt brauche so wie ich das Verstanden habe und ein Mainboard mit zwei 16er PCIe Steckplätzen nicht billig ist.
Auf der Suche nach einem passenden Mainboard bin ich über folgende Bezeichnung bei einem Asus P8P67 REV.3.0 gestolpert:
1x PCIe 2.0 x16
1x PCIe 2.0 (4x-Modus)
Aus meiner Recherche bin ich nicht wirklich schlau geworden.
Es handelt sich hierbei um um einen PCIe x4 mit dem Steckplatz eines PCIe x16.
Ist das so korrekt? Und falls ja wofür wird so ein Steckplatz genutzt? Eine 2te G-Karte kann ich dort doch bestimmt nicht einsetzen oder?
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Luk Luk » 17.11.2011, 17:26

Zuerst ein herzliches Willkommen bei Hardware-Infos ;)

Ich muss schon sagen, dass man deinen Post eigentlich in die Kategorie "So und nicht anders" schieben kann. Selten so einen übersichtlichen Beitrag gesehen!

Da ich allerdings gleich weg muss, kann ich Dir nur die untenstehende Frage beantworten: Der zweite PCI-E-Steckplatz ist "mechanisch" auf diesem Mainboard als 16x aufgelötet, allerdings nur mit 4 Lanes mit dem System verbunden. Eine Grafikkarte lässt sich beliebig in einem 16x-Slot betreiben, egal wie viele Lanes dort angebunden sind. Allerdings leidet die Performance der Grafikkarte darunter, da die Bandbreite zum System nur noch 1/4 ist (4x statt 16x). Ein SLI- oder Crossfire-System lässt sich noch auf 2 Mal 8x PCI-E betreiben (Bandbreite reicht gerade aus), geringer sollte die Bandbreite jedoch nicht werden. (Anmerkung: Die Geschwindigkeit des Verbundes hängt bedingt von der langsamsten Komponente ab, so dass ein 16x-Slot keinen 4x-Slot ausgleicht.)
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Phenocore » 17.11.2011, 19:54

erad hat geschrieben:würde gerne wissen was ihr von meiner Zusammenstellung haltet da ich relativ wenig Ahnung habe was Hardware betrifft

Ok, du hast aber inzwischen alles passend ausgewählt. Ich sehe da auch keine Fehler bei der Auswahl. Du hast also mehr Ahnung, als du glaubst. :lol:

Wenn der Boxed CPU-Kühler zu laut sein sollte, kann man den später immer noch durch einen besseren ersetzen. Anstatt der alten Festplatten kann man noch eine SSD verbauen, muss man aber nicht. Mehr fällt mir nach dem ersten drüber lesen erst mal nicht dazu ein.
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Dod » 18.11.2011, 08:02

Wenn Festplatten nicht gerade recht teuer wären, würde ich da tatsächlich noch in eine aktuellere HDD investieren. Du würdest dich wundern, was für einen Leistungssprung ein halbwegs moderner Rechner durch eine schnellere Festplatte oder besser noch SSD macht. Bei maximal 150 GB wird es sich ja wohl sogar noch um alte IDE-HDDs handeln. Musst also beim Mainboard auch immer darauf achten, dass überhaupt noch ein IDE-Port vorhanden ist. Das von dir ausgewählte Board verfügt allerdings nur über SATA, nicht mehr über IDE.
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon erad » 18.11.2011, 13:56

Vielen dank für die netten Worte :D

Tja...aber an die Festplatten habe ich nicht gedacht :?
Wäre sicher lustig geworden wenn ich alles hier gehabt hätte und dann hätte feststellen müssen das meine Festplatten nicht passen^^

Ein passendes Mainboard würde knapp 15€ mehr kosten.
ASUS P8H67-M Evo Rev 3.0, H67 (B3) (dual PC3-10667U DDR3) (90-MIBE9A-G0EAY0DZ)
http://geizhals.at/deutschland/616615

Eine SATA Festplatte mit 7200rpm 30€
Hitachi Deskstar P7K500 160GB, SATA II (HDP725016GLA380)
http://geizhals.at/deutschland/356924

Eine kleine SSD 40€
Kingston SSDNow S100 16GB, 2.5", SATA II (SS100S2/16G)
http://geizhals.at/deutschland/589361

Eine etwas größere SSD 50€
Patriot Torqx 2 32GB, 2.5", SATA II (PT232GS25SSDR)
http://geizhals.at/deutschland/636254

Da der Rest meines Systems ja eher bescheiden für Grafikarbeiten ist tendiere ich zu der SSD für 50€.
Ich kann aber nicht abschätzen inwiefern sich das auf die Geschwindigkeit auswirkt.
Laut Zahlen würde ich bei den SSDs für 10€ mehr von 75 auf 230MB/s Schreiben und 230 auf 270MB/s lesen steigen was sich für mich nach viel anhört.
Aber den Unterschied zu der SATA HDD mit 7200rpm kann ich gar nicht abschätzen.

Meint ihr die 50€ lohnen sich?
Laut Preisentwicklung sind diese Platten auch nicht wesentlich teurer geworden durch die Flut.
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Luk Luk » 18.11.2011, 14:22

erad hat geschrieben:Aber den Unterschied zu der SATA HDD mit 7200rpm kann ich gar nicht abschätzen.

Meint ihr die 50€ lohnen sich?
Laut Preisentwicklung sind diese Platten auch nicht wesentlich teurer geworden durch die Flut.


Naja, wenn du kleine Festplatten nimmst, dann sind die einerseits uralt => laut und unglaublich langsam durch die geringe Datendichte. Die Situation aktuell ist nicht gerade die Beste, wenn es darum geht, sich eine Festplatte zu holen. Und auf die 16GB von der SSD kannst du mehr oder weniger nichts speichern. 32GB sind zwar auch nicht die Welt, aber ein Anfang. Wobei ich die 50€ eher in eine größere SATA Festplatte investieren würde. (Während ich das hier schreibe, sagt mir geizhals.at, dass man für die 50€ auch nichts mehr bekommt....)

Bei dem Mainboard hast du ein ziemliches Konstruktionsproblem bzw. haben die den IDE-Stecker nicht gerade optimal platziert. Der sitzt direkt neben dem riesigen 24-Pin ATX-Stecker, wodurch das dicke Flachbandkabel deiner Festplatten wohl garnicht erst dort ankommen wird.
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Phenocore » 18.11.2011, 18:06

erad hat geschrieben:Eine kleine SSD 40€
Kingston SSDNow S100 16GB, 2.5", SATA II (SS100S2/16G)
http://geizhals.at/deutschland/589361

16 GB reicht ja nicht mal für das Betriebssystem, zumal du ja nach Formatierung noch weniger als 16 GB nutzen kannst. Außerdem sind so kleine SSDs schnarch langsam, da kannst du dir auch gleich eine Festplatte kaufen, die hat dann wenigstens besseren Preis/GB. (Schnarch langsam sind die deswegen, weil die größeren SSDs ihre Speicherbausteine über einen 8-Canalcontroller (manche sogar über 10 Canal-Controller. 40 GB-Versionen über 5-Kanal-Controller) ansteuern, wenn jetzt aber Flashbausteine bei der Kleinst-SSD fehlen, sind die vielen Kanäle unbelegt, dementsprechend sinkt die Performance stark ab)

erad hat geschrieben:Eine etwas größere SSD 50€
Patriot Torqx 2 32GB, 2.5", SATA II (PT232GS25SSDR)
http://geizhals.at/deutschland/636254

Diese SSD hat einen Phison-Controller und der ist der letzte Dreck, weil der nicht schneller ist, als eine normale Festplatte, die dabei deutlich besseren Preis/GB hat.

---
mal was günstiges, brauchbares raussuchen

Die hat laut Test einen Sand-Force-Controller aber nur SATA II:
http://geizhals.at/deutschland/666218

(Test einer größeren Variante: http://hartware.de/review_1404.html )

Ebenfalls Sand-Force-Controller, ebenfalls nur SATA II:
http://geizhals.at/deutschland/673460

SandForce-Controller der 2. Generation mit SATA 6Gb/:
http://geizhals.at/deutschland/691078

Marvel-controller mit neustem SATA 6Gb/s:
http://geizhals.at/deutschland/626831

Vieles, was günstiger ist, ist entweder Schrott oder der Preis/GB ist so miserabel, dass es sich nicht lohnt wegen 5 Euro 30 GB weniger zu kaufen (oder ich hab noch was übersehen).

Die Crucial m4 ist recht zuverlässig, nicht anfällig gegenüber irgendwelchen komischen Inkompatibilitätsproblemen, hat SATA 6Gb/, hat genug Speicherplatz für das gesamte Betriebssystem und das eine oder andere Programm, womit du recht flot mit der unterwegs bist....
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Re: alten PC i3-2100 tauglich machen

Beitragvon Dod » 20.11.2011, 10:46

Und ganz abseits der vielen Zahlen und Werte: Der Einsatz einer SSD beschleunigt das System teils massiv. Zumindest die, wie die c't es immer so schön nennt, "Schwuppdizität" des Rechners steigerst du damit massiv. Betriebssystem und Anwendungen werden spürbar flotter geladen als von Festplatte. Das liegt zum großen Teil daran, dass eine SSD so gut wie keine Zeit für Datenzugriffe benötigt während die Festplatte die oft munter fragmentierten Daten mit ihrem langsam per Motor betriebenen Schreib-Lese-Kopf erst einmal suchen gehen muss. Die hohen Übertragungsraten sind dann ein weiteres Goodie :) . Meine Erfahrung: Der Einsatz einer SSD bringt für den Arbeitsfluss am Rechner deutlich mehr als der Tausch einer beliebigen anderen Komponente. Zwei zusätzliche Rechenkerne? Nett bei einigen Anwendungen. Mehr RAM? Ebenfalls, nur bei noch weniger Anwendungen. Schnellere Grafikkarte? Siehe oben, bei Spielen und anderen 3D-Anwendungen zwar wichtig, steigert aber nicht die Alltagsgeschwindigkeit. Die langsamste Komponente in einem aktuellen PC ist die Festplatte, die Dinger bremsen teils massiv - vor allem wenn es sich um ältere und kleine Modelle handelt. Habe schon viele Leute jammern sehen, die nach dem Einbau von sündhaft teuren Boards, CPU, Grafikkarten und Speicherriegeln ihre alten 80GB-IDE-Festplatten weiternutzen wollten. "Aber der Rechner hat jetzt vier Kerne mit 3,3 Gigahertz, 16 Gigabyte RAM und drei echt schnelle Grafikkarten! Warum ist denn Windows immer noch so lahm wie auf dem Pentium 4??" - Flaschenhalt entfernt, SSD eingebaut, Rechner flutscht. :)

Die M4 ist momentan tatsächlich ein Tipp. Schnell, zuverlässig, bezahlbar. Auch wenn die SSD teurer ist als du geplant hast, es lohnt sich. Hab mittlerweile gar keine Festplatte mehr im Rechner nachdem die HDD die lauteste Komponente im System war - da passt also auch der Punkt Lautstärke noch dazu :) .
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