Bericht: GC [Messe und Microsoft]3. Oktober 2006

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Einleitung

Zum fünften Mal in Folge fand vorletzten Monat die wohl wichtigste und größte Videospiele-Messe Europas statt: Die Games Convention. Nach der E3 in Los Angeles, die alljährlich im Mai stattfindet, ist Leipzig im August das Mekka für alle PCler bzw. Konsoleros. Dass man bei der Games Convention wahrlich von einer Erfolgsgeschichte - ähnlich der CeBIT - sprechen kann, verdeutlichen am besten die wirklich phänomenalen Wachstumsraten, denn seit dem Crash der New Economy gibt es kaum noch eine Messe, weder in Deutschland oder Europa, die überhaupt wachsen konnte. Waren es 2002 noch 80.000 Besucher, stieg die Zahl in diesem Jahr auf 183.000.

Aber nicht nur das Interesse bei den "Gamern" stieg, sondern auch die Zahl der Aussteller, die in diesem Jahr mit 368 einen neuen Rekordstand erreichte. Nur logisch, war daher die Erhöhung der Ausstellungsfläche um 13 Prozent, gegenüber dem Vorjahr, auf nun 90.000 Quadratmeter. Mehr Besucher, mehr Aussteller und mehr Fläche rufen fast zwangsläufig auch mehr Journalisten auf den Plan. Fanden 2002 die Games Convention 750 Vertreter aus 6 Ländern interessant, waren es 2006 mehr als 2600 aus 38 Ländern.

Games Convention in Leipzig

Wie schon in den Jahren zuvor begann die Messe schon zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung mit der Games Convention Developers Conference (Kurz: GCDC). Die GCDC richtet sich besonders an Entwickler, Publisher, Journalisten, sowie Vertreter von Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen und soll laut Angela Schierholz (Projektleiterin der GC) der Branche eine Diskussionsplattform geben und ein Impulsgeber für Entwicklungsthemen sein. Thematische Schwerpunkte sind die Bereiche Development, Business und Science, zu denen jeweils eine spezielle internationale Keynote geboten wurde. Als Top-Referent hatte sich Spiele-Guru Peter Molyneux aus den USA angesagt, der die mehr als 600 Konferenzteilnehmer über die neusten Trends und Entwicklungen informierte.

Etabliert hat sich auch der exklusive Fachbesucher- und Medientag, der zum zweiten Mal in Folge stattfand und den Journalisten die Möglichkeit geben soll, sich über alle Neuheiten in Ruhe und abseits vom sonst üblichen Trubel informieren zu können. Dies war aber auch bitter nötig, denn in den Jahren zuvor war die Situation alles andere als zufrieden stellend: aus den nähten platzende Hallen und überlaufende Pressekonferenzen waren keine Seltenheit.

Games Convention: Mehr als nur Spiele

Obwohl es sich bei der Games Convention, wie es der Name schon andeutet, um eine Messe für Computerspiele handelt, sind Jahr für Jahr immer mehr Hardware-Firmen vertreten, die ihr Herz für die Gamer entdeckt haben. Waren es auf der ersten Games Convention gerade mal ATI und noch ein, zwei andere Firmen, die sich auf die GC verirrt hatten, ist heute schon ein Großteil der Branche vertreten. Ein Grund mehr für uns die lange und beschwerliche Reise nach Leipzig aufzunehmen.

Games Convention - Jeder will dabei sein

Während ATI die Games Convention zum Launch der Radeon X1950 Serie nutzte, blieb nVIDIA der Messe in diesem Jahr fern und war nur über Partner, wie zum Beispiel MSI vertreten. Über einen genauen Grund für die Absage, schwiegen sich die Kalifornier aus. Nichtsdestotrotz konnten wir in diversen Gesprächen interessante, wie auch brandheiße Informationen ergattern, die wir unseren aufmerksamen Lesern nicht vorenthalten wollen:

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