Bericht: Athlon 64 vs. Pentium 411. März 2005

Seite 1/4

Einleitung

Wer sich mit dem Kauf einer neuen CPU beschäftigt, kommt an einem Athlon 64 b.z.w. einem Pentium 4 nicht vorbei. Bisher war Intel immer der CPU-Hersteller schlechthin, doch spätestens seit AMD die Athlon XP Serie eingeführt hatte, waren sie auf Augenhöhe mit Intel. Als Intel dann HyperThreading vorgestellt hatte, eine Technik die es versteht 2 virtuelle Prozessoren zu verwalten, kam AMD ins Hintertreffen. Doch damit nicht genug erhöhte Intel auch noch den FSB von 533 MHz auf 800 MHz. Dann, so kann man sagen, hatte die letzte Stunde des Athlon XP Prozessor geschlagen ... und es war die Geburt des Athlon 64.

Seitdem liefern sich AMD und Intel wieder hochbrisante Duelle. Doch welcher Prozessor ist die beste Wahl? Man darf nicht nur die Leistung in den Vordergrund stellen, auch der Preis ist von großer Relevanz zu betrachten. Wir wollen nun in diesem Bericht klären, wo die Schwächen und Stärken eines Pentium 4 und Athlon 64 liegen.

Pro/Takt Leistung

Immer wieder stellt man sich die Frage, warum AMD mit beispielsweise dem Athlon 64 FX 55, welcher mit "lediglich" 2.6 GHz taktet einem Intel Pentium 4 570, welcher mit 3.8 GHz taktet, das Wasser reichen kann. Das hat natürlich vielerlei Gründe, die teilweise nur AMD und Intel selbst wissen, jedoch gibt es ein Kriterium, das großen Einfluss auf die letztendliche Leistung einer CPU hat. Die Pipeline: Und diese hat folgendes Prinzip. Je höher die Anzahl der Stufen (engl: Stages) ist, desto langsamer ist die CPU. Je höher jedoch die Stufen sind, umso höher kann die CPU getaktet werden. Man kann das Ganze anhand eines Beispiels besser darstellen: Wir stellen uns mal vor, dass es einen Läufer gibt, den wir der Verständigkeit wegen "Intel" nennen. Dieser Läufer kann 38 km/h schnell laufen, muss jedoch auf insgesamt 31 "Treppenstufen" ein Datenpaket finden. Der andere Läufer, den wir entsprechend "AMD" nennen, kann lediglich 26 km/h schnell laufen, muss jedoch das Datenpaket auf nur 12 "Treppenstufen" absuchen.

  • AMD Athlon XP: 10 Stufen
  • AMD Athlon 64: 12 Stufen
  • Intel Pentium 4 "Northwood": 20 Stufen
  • Intel Pentium 4 "Prescott": 31 Stufen

Die Frage, warum beispielsweise ein Pentium 4 540 (3.2 GHz, Prescott) einen Pentium 4 3.2 GHz C (Northwood) nicht schlagen kann, obwohl er doch einen auf 1 MiB vegrößerten L2 Cache hat und ein verbessertes HyperThreading, lässt sich dahingehend erklären, dass beim Prescott die Pipeline auf 31 Stufen erweitert wurde - ein Northwood hatte nur derer 20. Eine berechtigte Frage ist, warum man die Anzahl der Stufen vergrößert, wenn dadurch die Performance doch sinkt? Die Antwort lautet, mehr Takt. Je mehr Stufen eine CPU hat, desto höher kann sie getaktet werden, weshalb sich auch ein Prescott - gute Kühlung vorausgesetzt - besser übertakten lässt als ein Northwood.

Seite 1/4