Bericht: Nvidia Fermi-Architektur18. Januar 2010

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Einleitung

Wir schreiben das Jahr 2010 und Nvidias im Vorfeld viel angepriesene DirectX 11-Grafikkartengeneration Fermi lässt weiter auf sich warten. Seitdem AMD sein DirectX 11-Lineup am Start hat, bedient Nvidia den potentiellen Käufer nur noch häppchenweise mit Infos (Architektur-Details, Tesla-Ankündigung, 32x Anti-Aliasing, Live-Demonstration). Eben ein solches Häppchen servierte man auch heute wieder, doch darf man an dieser Stelle von einem großen Kuchenstück sprechen, das einen eigenen Bericht rechtfertigt.

Mit dem heutigen Tag verrät Nvidia nämlich sämtliche Details über seine kommende Architektur namens Fermi und hält quasi nur noch die genauen Modelle mit ihren Taktfrequenzen zurück, die aber aller Voraussicht nach unter dem Label Geforce GTX 380 und GTX 360 laufen werden.
Eine Unbekannte bleibt - zumindest offiziell -, wann Nvidia erste Karten auf Basis der neuen Architektur am Markt platzieren wird. In der Gerüchteküche wird weiter der März heiß gehandelt, doch Nvidia wollte sich hier zu keiner weiteren Aussage hinreißen lassen und verwies erneut auf das erste Quartal 2010, das bei Nvidia jedoch erst Mitte April endet.

Nvidia GF100-Chip

Es kommt nicht von ungefähr, dass Nvidia heute wichtige Informationen zur neuen Generation vorschiebt. Konkurrent AMD hat bereits im Oktober erste DirectX 11-Chips anbieten können und hat inzwischen nicht nur potente Performance-Karten am Markt, sondern ebenso bereits eine High-End-Dual-Grafikkarte sowie seit wenigen Wochen erste Mainstream-Modelle. Nvidia ist damit klar unter Zugzwang und muss jetzt, ehe das eigene Produkt am Markt ist, mit schlagfertigen Argumenten den potentiellen Käufer überzeugen, sich noch ein wenig zu gedulden, um dann beim grünen statt roten Riesen einzukaufen.

Die hier und heute offengelegten Informationen betreffen die gesamte GF100-Architektur - GF100 ist der Codename des Grafikchips. Wie viele Shadereinheiten, TMUs, ROPs besitzt der GF100? Inwiefern unterscheiden sich diese von der bisherigen GT200-Architektur? Und was hat Nvidia beim Speicherinterface getan? Wie breit ist es, unterstützt es GDDR5-Speicher und mit welcher Menge kann es umgehen? Alle diese Fragen werden im folgenden geklärt werden können. Nur eines gibt es noch nicht: Erste Karten im Handel!

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