Bericht: ATi Radeon HD 2x00 Serie14. Mai 2007

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Einleitung

Da sind sie ja endlich!, sprach der Kunde im Oktober zur neuen ATi-Familie. Nein, nein!, widersprach die Familie im Chor. Aber vor Weihnachten sollten wir eingetrudelt sein. Der Kunde ging darauf schweren Schrittes weiter, um nach zwei Monaten erneut die ATi-Familie anzutreffen. Schon von weitem bemerkte er, dass etwas nicht stimmte. Was ist los, gibts Probleme? Gekonnt rhetorisch fragte die ATi-Famile Ja, ist denn heute schon Weihnachten? Der Kunde verstummte und zog von dannen. Die ATi-Familie rief hinterher: Ende Januar, dann kommen wir bestimmt! Doch auch dieses Versprechen sollte gebrochen werden. Wir kommen im Mai, sei nicht traurig. Der Kunde hatte die ständigen Ausreden der ATi-Familie satt, er wollte nichts mehr von ihr hören. Neugierig war er aber irgendwo doch noch. Heute, wir schreiben den 14. Mai 2006 - welch ein Wunder - erschallt der Ruf: Wir sind da!

ATi Radeon HD 2900 XT

Ähnlich wie beim R520-Launch möchte man die verlorene Zeit auf nVidia wettmachen und präsentiert deshalb gleich eine handvoll neuer Modelle, von denen - das sei vorweg geschickt - jedoch längst noch nicht alle käuflich zu erwerben sind. Angefangen von der HD 2400 Serie, die sich wiederum in zwei Varianten unterteilt, sowie der HD 2600 Serie im Mainstream-Sektor, ebenfalls bestehend aus zwei unterschiedlichen Ausführungen und schlussendlich der langersehnten High-End Serie HD 2900, von der es vorerst nur die HD 2900 XT gibt.

Das vorangestellte Kürzel HD verrät schon im Vorfeld, dass ATi bei dieser Grafikkartengeneration großen Wert auf Multimediafähigkeit gelegt hat. Die Grafikkarte soll längst nicht mehr nur Spiele schnell und in hervorragender Qualität darstellen, in vielen Teilen sollen sie dem Prozessor helfend zur Seite stehen. Zugleich ist die HD Serie die erste ATi-Serie überhaupt, die den Support für Microsofts neue Grafikkartenschnittstelle Direct3D 10 gewährt, die allerdings leider an das neue Windows Betriebssystem Vista gekoppelt ist.

Ruby mit der Perfect 10! Slogen

In unserem acht Seite fassenden Bericht wollen wir die technischen Daten der einzelnen Chips darlegen und analysieren. Dazu muss ein genauerer Blick ins Innere des Chips geworfen werden. Jede Menge Veränderungen schlummern unter der Haube, allein schon deswegen, weil es sich um den ersten ATi Unified-Shader Chip handelt - den Xbox 360 Core einmal außen vor gelassen, den ATi ebenfalls produziert hat. Weiter schätzen wir anhand der heute zahlreich erschienen Benchmarkresultate die Marktsituation ab. Ist die Performance zufriedenstellend, stimmt allgemein das Preis/Leistungsverhältnis? Und was ist an den Gruselmeldungen, der R600 sei ein lautes, stromfressendes Monster, dran? Wir wünschen Ihnen auf den nachfolgenden Seiten viel Lesespaß!

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