Bericht: Techsolo TC-3808. April 2010

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Einleitung

Während sich früher nur ein Video-Recorder unter dem Fernseher tummelte und eine analoge Antenne für den TV-Genuss ausreichte, sind es heutzutage gleich zahlreiche Geräte, die den Fernseher mit Bildinformationen versorgen wollen. Hierzu zählt man mindestens drei verschiedene Typen von DVB-Receivern, die terrestrische, satellitengestütze oder kabelgebundene Übertragungen weitergeben wollen. Hinzu kommt neuerdings das Internet-Fernsehen sowie Videos über das Heimnetzwerk, die jeweils über Media-Receiver und -Player realisiert werden wollen. Natürlich darf auch der klassische DVD-Player nicht fehlen, der vom Blu-Ray-Player abgelöst wird. Und schließlich gesellen sich dann auch noch diverse Spielkonsolen dazu. Das Resultat ist ein regelrechter Wust von Geräten, unter denen man so manchen Fernseher begraben könnte. Kein Wunder also, wenn sich die meisten Anwender eine zentralisierte Lösung wünschen. Ein so genanntes All-in-One-Gerät, das einem viele, wenn nicht gar alle, Funktionen aus einer Hand bietet.

Ein sehr essentieller Vorteil einer solchen Lösung ist vor allem auch die Gewährleistung von Interoperatibilität. Gemeint ist damit, dass das Zusammenspiel der Funktionen störungsfrei umgesetzt werden kann oder zumindest der Grundstein dafür gelegt wird. Ein gutes Beispiel ist die Fernbedienung. Kommt nur ein zentrales Gerät zum Einsatz, dann muss dessen Fernbedienung keine Rücksicht auf andere Geräte nehmen. Sind es dagegen mehrere Geräte, kommt es zwangsläufig zu Problemen. Denn je mehr Geräte es werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass deren Fernbedienungs-Signale sich überschneiden.

Techsolo TC-380

Natürlich bieten solche zentralen Lösungen auch gewisse Risiken. Vor allem was die Ausfallsicherheit anbelangt, mangelt es ihr an Redundanz. Fällt die zentrale Lösung aus, dann sind im schlimmsten Fall gleich alle Funktionen betroffen. Nichts desto trotz sind solche zentralen Lösungen auf dem Vormarsch und versuchen schon seit längerem, die Vorherrschaft zu übernehmen. Damit sind natürlich die HTPCs beziehungsweise Wohnzimmer-PCs gemeint, die durch ihre Flexibilität nahezu jede beliebige Funktion bieten können. So fungieren sie auf Wunsch als DVB-Receiver, als Media-Station, als Blu-Ray-Player und oft genug auch als Spiele-Konsole. Ihr Vormarsch wurde bisher nur durch zwei Hürden behindert: Zum einen durch die schlechte Bedienbarkeit und zum anderen durch den hohen Kostenfaktor. Doch an beiden Problemen wird stetig gearbeitet. Media-taugliche Betriebssysteme wie Linux und Windows bieten fast täglich neue Möglichkeiten, um den perfekten Wohnzimmer-PC anwendungsfreundlicher zu gestalten. Und Hersteller wie Techsolo leisten ihren Beitrag dazu, um das benötigte Fundament preiswerter zu realisieren.

Der Techsolo TC-380, den wir uns hier näher ansehen wollen, macht uns Mut. Schon auf den ersten Blick demonstriert er uns, dass für unter 50 Euro ein edles HTPC-Gehäuse mit Alu-Front und Fernbedienung heutzutage kein Problem mehr darstellt. Eine äußerst günstige Preisklasse, in der sich zunehmend mehr HTPC-Gehäuse einfinden. So konkurrieren Gehäuse wie das TC-380 nicht nur mit hochpreisigen Modellen, was den Preis anbelangt, sondern auch mit preiswerten Kunststoff-Produktionen, denen es an einer schicken Optik mangelt. Doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Schauen wir uns also an, was das TC-380 wirklich zu bieten hat.

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