Bericht: Microsoft Habu vs. Roccat Kone24. Januar 2009

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Einleitung

Präzision, Formgebung, Handling, Design – All das sind wichtige Eigenschaften, die eine Maus möglichst gut umsetzen muss. Aber nicht alle kann man objektiv bewerten. Denn jeder hat bei einem der wichtigsten Eingabegeräte andere Vorstellungen.
So gefällt dem einen eher die breite Form der Razer- oder Microsoft-Mäuse (welche sich oft auch für Linkshänder eignen), dem anderen sagen eher die schmaleren Mäuse, wie sie zum Beispiel Logitech fertigt, zu. Wieder einem anderen sind beide einfach zu bunt.

Microsoft Habu vs. Roccat Kone

In diesem Bericht werden wir zwei recht ebenbürtige Konkurrenten gegeneinander antreten lassen. Die Microsoft Habu Laser-Gaming Maus mit Razer-Technik unter der Haube und die Kone des mehr oder minder Newcomers ROCCAT.
Warum ausgerechnet diese beiden? Mit der Habu und Kone hoffen wir die beiden wichtigsten Formgebungen (Habu – Breit, Kone – schmal) abzudecken.

Technik

Hier sind beide Kandidaten ausgezeichnet ausgestattet. Microsoft geht bei der Habu kein Risiko ein und verbaut Razer-Technik. Dazu gehört ein sehr präziser und erprobter 2.000-DPi-Laser, welcher es auf glatten Oberflächen auch mit vielen 3.200-DPi-Mäusen aufnehmen kann.

.Microsoft HabuRoccat Kone
Auflösung2000 DPI3200 DPI
Onboard Memory32 KiB128 KiB
Abtastrate1000 Hertz1000 Hertz
Datenanbindung16 Bit16 Bit
Tasten78 + 4D-Scrollrad
Besonderheiten"On-the-Fly Sensitivity" -
Auflösungsanpassung,
austauschbare Seitentasten
TCU, TurboCore Unit (72 MHz),
austauschbare Gewichte (5-20g)
Preiscirca 50 EURcirca 60 EUR

Und genau hier liegt die Stärke des – 3.200 DPi – ROCCAT-Kone-Lasers. Dieser kann mittels TCU (TRACKING CONTROL UNIT) auf verschiedene Oberflächen kalibriert werden und ermöglicht dadurch auf fast allen Untergründen sehr präzise Eingaben und das Ganze ist mehr als nur ein Werbeversprechen. ROCCAT schafft es mit der TCU, auf den schwierigsten Oberflächen präzise Bewegungen hinzubekommen. Einmal auf die Oberfläche kalibriert, wirken die Eingaben „weicher“ bzw. „fließender“. Auf der anderen Seite bewegt sich die Maus mit aktiviertem TCU auf anderen Oberflächen so gut wie gar nicht mehr.
Wir haben den Extremtest mit dem ROCCAT Taito und einem Noname-3D-Mouspad gemacht: Mit TCU und jeweiliger Kalibrierung ist kaum ein Unterschied auszumachen, die Bewegungsmöglichkeiten auf dem jeweils anderen Mousepad gehen dagegen gegen Null.

Auch die 1.200 DPi mehr kann die Kone umsetzen und ist minimal präziser als die Habu. Allerdings ist die Präzision in dem Maße weniger für Gamer interessant, sondern eher für Grafik-/Fotodesigner, die auf großen Monitoren (mindestens 1920er-Auflösung) präzise zu jedem Pixel navigieren wollen.
Bei schnellen und damit wieder für Gamer wichtigen Bewegungen leisten Kone wie Habu gute Arbeit und setzen diese sehr genau um.

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