Bericht: 3DMark 117. Dezember 2010

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Einleitung

Gut zweieinhalb Jahre sind vergangen, seit das finnische Unternehmen Futuremark mit 3DMark Vantage seinen letzten, großen Grafik-Benchmark präsentiert hat. Der Benchmark sorgte seinerzeit für viel Aufsehen, galt er doch mit dem Vista-Zwang (DirectX 10) sowie den sehr hohen Hardware-Anforderungen bei vielen für lange Zeit als kaum brauchbar.
Erst mit neuen Grafikkarten-Generationen und dem allmählichen Durchsetzen der Quad-Core-Prozessoren wurden die Tests halbwegs flüssig anschaubar, doch Probleme mit langen Ladezeiten für die einzelnen Tests sowie eine teils eher minderwertige Optik (Jane Nash) sorgen noch bis heute für Ernüchterung. Manch einer mag fast vom Vista-Phänomen sprechen: Ein technisch stark verändertes und modernisiertes Grundkonzept, welches seinerzeit teils (zu) weit voraus war und deshalb wenig Anklang beim Kunden fand.

So viel zu unserer kleinen Geschichtsstunde zum letzten 3DMark, Zeit um den heutigen Testkandidaten vorzustellen. Mit 3DMark 11 stellt Futuremark heute seinen neuen Benchmark vor, welcher ausschließlich auf DirectX 11-fähiger Hardware läuft. Der Name kommt also nicht von ungefähr und ist entgegen vieler Spekulationen keine Anspielung auf das kommende Jahr 2011, so wie dies noch bei 3DMark 99 bis 3DMark 06 der Fall war.
Der 3DMark 11 ist auch technisch eine starke Abkehr von den Vorgängerversionen. Futuremark betont selbst, dass sich heutige Spiele und jene, die in den nächsten Jahren erscheinen, stark unterscheiden werden. Dementsprechend macht 3DMark 11 von vielen Techniken Gebrauch, die heute vielleicht noch nicht alltäglich sind oder gar jemals verwendet wurden. Insbesondere das Vorkommen von cineastischen-Effekten wie zum Beispiel "Lens-Flares" (Reflexionen auf Kamera-Linsen) und Rauschen ist ungewöhnlich hoch und kommt so bisher nur in wenigen Spielen zur Anwendung.

Futuremark 3DMark 11

Aber auch hinter den Kulissen zünden die kühlen Finnen ein wahres Technik-Feuerwerk. Je physikalischem CPU-Kern wird ein Thread generiert, bei den Physik- und Combined-Test auch je logischer CPU (HyperThreading). Tessellation darf ebenso nicht fehlen und wird wohl zur Freude vieler nicht so übertrieben wie in einigen "DirectX 11-Vorzeige-Spielen" eingesetzt.
Auch "klassische-Elemente" wie Bloom oder Depth-of-Field (Tiefenunschärfe) hat Futuremark integriert und schlägt somit doch noch den Bogen zu heutigen Spielen. Dazu gesellt sich ein komplexes Beleuchtungssystem, welches besonders bei nächtlichen Szenen natürliche Bilder auf den Monitor bringt.

Mit von der Partie sind auch wieder die so genannten "Presets", also verschiedene Profile zum Test, auf deren Details wir im Laufe des Artikels noch näher eingehen werden. Fans des Modus "High" müssen wir aber bereits jetzt eine Absage erteilen, 3DMark 11 stellt nur noch drei Modi bereit (Entry, Performance und Extreme).
An dieser Stelle auch unser Dank an Futuremark für die Bereitstellung der Testlizenz von 3DMark 11. Ihnen wünschen wir viel Spaß beim Lesen und weisen kurz auf unser Gewinnspiel hin. Details finden Sie auf der nächsten Seite.

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